
Grillverbot an der Gänsbrüh bei Dudenhofen: Wegen Waldbrandgefahr ist die Anlage gesperrt – und die Stadt Rodgau prüft bereits Security-Einsätze fürs…
Die Sommerhitze macht Ernst: An der beliebten Waldfreizeitanlage Gänsbrüh bei Dudenhofen gilt wegen akuter Waldbrandgefahr ein striktes Grillverbot. Die Grillhütte ist mit Flatterband und Warnschildern gesperrt – und auch auf der Wiese neben dem Teich, wo das Grillen eigentlich sowieso verboten ist, aber bislang oft geduldet wurde, ist jetzt Schluss. Die Stadt Rodgau macht keinen Spaß mehr, wenn es um die Sicherheit im Wald geht.
„Seit ein paar Wochen kontrollieren wir die Gänsbrüh intensiver“, erklärt Erste Stadträtin Janika Martin (SPD). Auch samstags fährt eine Streife der Ordnungspolizei regelmäßig zur Anlage. An Sonntagen übernimmt die Landespolizei – soweit ihre Kapazitäten das zulassen. Das Ergebnis? Durchaus ermutigend: Angesichts der Waldbrandgefahr hätten sich die Feiernden einsichtig gezeigt und ihre Grills gelöscht. Ein gutes Zeichen!
Die Gänsbrüh ist einer der beliebtesten Grillspots in ganz Rodgau. Vor allem an Wochenenden zieht es Familien und Gruppen dorthin. Jeden Montag schaut die Stadt nach dem Rechten – und prüft anhand der Abfallmengen, wie viele Menschen am Wochenende vor Ort waren.
Falls die Lage sich weiter zuspitzt, könnte ein kommerzieller Sicherheitsdienst ins Spiel kommen. Die Stadt hat bereits ein konkretes Angebot eingeholt. Drei sogenannte „Revierfahrten“ pro Tag à 30 Minuten kosten demnach jeweils 35 Euro plus Mehrwertsteuer. Wer mehr Zeit braucht, zahlt 45 Euro pro halber Stunde. Unterm Strich: Ein einziges Wochenende schlägt mit mindestens 250 Euro zu Buche – und das nur für Dudenhofen. Soll die Security zusätzlich andere Waldfestplätze in der Region anfahren, steigen die Kosten entsprechend.
Nicht nur die Gänsbrüh steht im Fokus. Auch die Waldfreizeitanlage Jügesheim ist bei Grill-Gesellschaften aus Frankfurt und Umgebung sehr beliebt. Manche Gruppen zünden dort sogar Lagerfeuer an. Die Anlage kennt turbulente Zeiten: Anfang der 2010er-Jahre gab es dort in der Nacht zum 1. Mai gewalttätige Ausschreitungen. Massive Security-Einsätze in den Folgejahren setzten dem Treiben schließlich ein Ende.
Die Lage ist landesweit ernst: Das hessische Forstministerium hat die Alarmstufe A ausgerufen – das bedeutet hohe Waldbrandgefahr. Die Behörden müssen Wälder verstärkt überwachen, die Polizei-Fliegerstaffel beobachtet gefährdete Gebiete aus der Luft. Sollte sich die Situation noch weiter verschärfen, kann das Ministerium die höchste Alarmstufe B ausrufen. Die Folge: Ganze Waldgebiete könnten gesperrt werden, und die Behörden müssten vorsorglich Kontakt mit der Bundeswehr aufnehmen.
Also: Lasst in dieser Zeit die Grills kalt und schützt unsere Wälder rund ums Main-Gebiet. Der Wald gehört uns allen – packen wir ihn auch gemeinsam an! 🌳🔥






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