
Fraport trotzt Nahost-Krise und hohen Kerosinpreisen: Starkes Auslandsgeschäft treibt Umsatz und EBITDA nach oben, Frankfurt glänzt mit Top-Pünktlichkeit.
Weltpolitik hin oder her – der Flughafen unserer Heimatstadt lässt sich nicht so schnell aus der Bahn werfen! Die Fraport AG hat ihre Neunmonatsbilanz vorgelegt und zeigt: Trotz des schwierigen Marktumfelds durch die geopolitische Situation im Nahen Osten und massiv gestiegener Kerosinpreise steht der Konzern solide da. Fraport-Vorstandschef Dr. Stefan Schulte bringt es auf den Punkt: Die breite Aufstellung des Konzerns zahlt sich jetzt aus.
Der Umsatz des Fraport-Konzerns wuchs in den ersten neun Monaten um 3,8 Prozent, das operative Ergebnis (EBITDA) legte um 2,0 Prozent zu. Besonders stark: Der Free Cash Flow verdoppelte sich fast und lag bei 93 Millionen Euro. Klar, das Konzern-Ergebnis sank erwartungsgemäß – das liegt aber an buchhalterischen Effekten durch abgeschlossene Ausbauprojekte, nicht an operativer Schwäche.
Spannend wird’s beim Blick auf das dritte Quartal: Hier verdiente Fraport dank eines Anteilsverkaufs sogar mehr als gedacht. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen blieb ein Gewinn von 595 Millionen Euro übrig – vier Prozent mehr als von Analysten erwartet. Grund dafür war der Verkauf der 50-prozentigen Beteiligung an der Medical Airport Service GmbH, der den operativen Gewinn um 24 Millionen Euro nach oben trieb. Die Fraport-Aktie sprang nach dieser Meldung um rund drei Prozent ins Plus.
Der eigentliche Star der Bilanz ist aber das internationale Geschäft! Der EBITDA-Anteil aus dem Auslandsportfolio stieg im dritten Quartal auf satte 54 Prozent – im Vorjahr waren es noch 47 Prozent. Allen voran die griechischen Flughäfen legten auf bereits hohem Niveau weiter zu. Auch Ljubljana in Slowenien und die Standorte in Brasilien liegen durch kräftige Zuwächse nur noch knapp unter dem Vor-Corona-Niveau.
Das Passagieraufkommen auf Konzernebene kletterte sogar erstmals über das Niveau von 2019 – rund 146 Millionen Fluggäste wurden an den Fraport-Flughäfen weltweit gezählt, ein Plus von 1,7 Prozent. Neue Rekordwerte gab’s in Griechenland und im peruanischen Lima.
Hier zeigt sich ein gemischtes Bild. Beim Passagieraufkommen stagnierte unser Flughafen mit 47,5 Millionen Fluggästen leicht im Minus. Schulte nennt als Bremsklötze die weiterhin zu hohen staatlichen Standortkosten und die Schließung der CityLine. Aber: Operativ läuft’s richtig gut am Rhein-Main-Airport! Die Pünktlichkeit war in der Sommerreisezeit rund sechs Prozentpunkte höher als im Vorjahr und lag bei knapp 74 Prozent – damit schlägt Frankfurt sogar große europäische Drehkreuze wie Amsterdam, Paris oder Madrid.
Trotz aller Herausforderungen hält der Fraport-Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Für das Konzern-EBITDA wird weiterhin ein Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro erwartet, nach 1,44 Milliarden Euro im Vorjahr. Beim Konzern-Ergebnis rechnet man mit einem Rückgang auf 300 bis 400 Millionen Euro. Für den Standort Frankfurt selbst wird ein Niveau in etwa wie 2025 erwartet, während auf Konzernebene weiterhin Wachstum beim Passagieraufkommen angepeilt wird.
Fazit: Unser Flughafen beweist einmal mehr, dass die breite internationale Aufstellung Gold wert ist – gerade wenn’s weltpolitisch mal wieder turbulent wird. Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich weiter auf dem Laufenden, was sich am Frankfurter Airport tut!






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