
Drei Schulen, ein Gebäude: Frankfurts Lateral Towers sind nach zweieinhalb Jahren Umbau zum modernen Bildungscampus auf 46.000 Quadratmetern geworden.
Frankfurt zeigt, wie Stadtentwicklung der Zukunft aussieht: Die ehemaligen Lateral Towers – einst Bürogebäude und bis 2001 Sitz der Deutschen Börse – sind nach zweieinhalb Jahren Umbau vollständig in Betrieb gegangen. Drei Schulen teilen sich jetzt 46.000 Quadratmeter Bestandsfläche mitten in der Stadt. Das ist nicht nur clever – das ist der Sound einer echten Weltstadt!
Gleich drei Schulen haben in den Lateral Towers ihr Zuhause gefunden: das Stadtgymnasium Frankfurt, das Margot-Friedländer-Gymnasium sowie die Julius-Leber-Schule. Letztere ist eine berufliche Schule, die wegen umfassender Sanierungsarbeiten an ihrem eigentlichen Standort vorübergehend ausgelagert werden musste. Die beiden Gymnasien sind die jüngsten Frankfurter Gymnasien und starteten bereits zum Schuljahr 2024/25 – zunächst noch in einer Containeranlage auf dem Gelände, bevor das umgebaute Gebäude bezugsfertig war.
Laut der offiziellen Meldung der Stadt Frankfurt am Main sind das Stadtgymnasium und das Margot-Friedländer-Gymnasium jeweils sechszügig geplant. Wenn beide Schulen vollständig aufgewachsen sind, werden sie das gesamte Gebäude benötigen – bis dahin kehrt die Julius-Leber-Schule an ihren sanierten Stammstandort zurück.
Bildungsdezernentin Sylvia Weber betonte laut der Pressemitteilung der Stadt Frankfurt, dass der Umbau fristgerecht abgeschlossen werden konnte und der Campus modernem Mobiliar sowie dem stadteigenen „Planungsrahmen für Weiterführende Schulen“ folgt. Bau-Dezernent Wolfgang Siefert hob hervor, dass das Projekt zeige, wie konsequente Bestandsnutzung und nachhaltiges Bauen Hand in Hand gehen können – ein Ansatz, der angesichts der enormen Flächenkonkurrenz in Frankfurt immer wichtiger wird.
Norman Schaaf, Chief Development Officer beim Immobilienunternehmen Cells, das das Gebäude im Auftrag des Eigentümers umbaute, bezeichnete das Projekt laut Stadtmeldung als eine der größten bislang realisierten Umnutzungen eines Bürokomplexes zu einem Schulcampus in Deutschland. Ausschlaggebend für den Erfolg seien die baulichen Voraussetzungen des Bestands gewesen: großzügige Raumhöhen, gute Belichtung und weitgehende Barrierefreiheit.
Das Raumkonzept setzt auf offene Lernbereiche – rund 4.570 Quadratmeter davon stehen als großzügige, offene Lernlandschaften zur Verfügung. Ein neues Farbleitsystem mit acht abgestuften Farben hilft bei der Orientierung im langen Gebäude: warme Rottöne im Westflügel, kühle Grüntöne im Ostflügel.
Auch draußen wurde einiges bewegt: Der Außenbereich wurde neu gestaltet und umfasst jetzt unter anderem ein Fußball- und Basketballfeld, eine Hundert-Meter-Laufbahn, eine Weitsprunganlage sowie zwei „Grüne Klassenzimmer“ und Hochbeete. Über 980 Fahrradstellplätze stehen bereit – Frankfurt fährt Rad!
Auf dem Gelände des ehemaligen Büro-Parkhauses entsteht zudem in den nächsten zwei Jahren eine zweigeschossige, wettkampftaugliche Sechsfeld-Sporthalle mit Tribüne – die nicht nur den Schulen, sondern auch dem Frankfurter Vereinssport zugutekommen soll.
Die Stadt Frankfurt hat das Gebäude vom Immobilienunternehmen Cells angemietet. Die Nutzung ist über einen 30-jährigen Mietvertrag langfristig gesichert. Das Projekt gehört zur ersten Staffel der Frankfurter Schulbauoffensive – und soll laut Bildungsdezernentin Weber ein Modell für weitere dauerhafte Auslagerungsstandorte in allen Bildungsregionen der Stadt werden.
Frankfurt zeigt: Mit Kreativität, Tempo und guter Zusammenarbeit lässt sich auch in einer Stadt mit großer Flächenkonkurrenz dringend benötigte Bildungsinfrastruktur schaffen. Das ist Frankfurt – direkt, lösungsorientiert und zukunftsstark!






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