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Frankfurter Buchmesse 2026: Großes Programm für Demokratie und Debatte

Frankfurter Buchmesse 2026: Mit Frankfurt Calling bringt die Messe 120 Veranstaltungen zu Demokratie, KI und Klimakrise auf die Bühne. Jetzt reinlesen!

Redaktion
·
3. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Stunden

Frankfurt wird zur Bühne für die großen Fragen unserer Zeit

Die Frankfurter Buchmesse 2026 setzt ein klares Zeichen – und zwar mit einem Programm, das weit über Bücher hinausgeht. Unter dem Titel Frankfurt Calling bringt die Messe 120 Veranstaltungen an 14 Orten auf die Beine. Autor*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen treffen aufeinander und reden über das, was gerade wirklich zählt: Demokratie, Menschenrechte, Erinnerungskultur, Künstliche Intelligenz und die Klimakrise. Der Sound der Weltstadt trifft hier auf den Sound der großen Debatten – mitten in Frankfurt!

Jill Lepore eröffnet, Wolf Biermann feiert Jubiläum

Los geht’s schon zur Eröffnungspressekonferenz mit der US-Historikerin Jill Lepore. Am Mittwoch, 7. Oktober, diskutiert sie dann auf der Dialogue Stage gemeinsam mit Christina Morina und Thea Dorn unter dem Titel „Militant Democracy?“ darüber, wie wehrhaft Demokratien heute sein müssen. Die Kooperation mit PEN Berlin bringt damit eine richtig große Debatte auf die Frankfurter Bühne.

Auch Wolf Biermann ist dabei: Er eröffnet am Mittwoch die Tour anlässlich seines 90. Geburtstages und des 50. Jahrestages seiner Ausbürgerung aus der DDR – direkt auf der Frankfurter Buchmesse. Außerdem mit am Start: Saba-Nur Cheema, Meron Mendel und die Historikerin Ruth Hoffmann, die darüber sprechen, wie eine streitfähige demokratische Kultur erhalten bleiben kann.

Völkerrecht, KI und die Stimmen aus Krisenregionen

Am Samstag, 10. Oktober, spricht der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2026, Philippe Sands, über Völkerrecht, Massengewalt und Ökozid – im Gespräch mit Hendrik Simon vom Peace Research Institute Frankfurt. Robert Habeck widmet sich bei „Arctic Meltdown – Die Neuvermessung der Welt“ der Arktis, dem Klimawandel und der Sicherheitspolitik.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz zieht sich durchs Programm: Die UNESCO fragt bei „AI in Culture: Truth or Fiction?“, wie man echte Quellen von KI-generierten Inhalten unterscheiden kann. Reporter ohne Grenzen diskutiert, wie KI-Systeme journalistische Quellen unsichtbar machen können, und Wikimedia Deutschland stellt die Frage, was verloren geht, wenn Wikipedia nur noch als Trainingsmaterial für KI-Unternehmen dient.

Stimmen aus Krisenregionen bekommen ebenfalls Raum: Bei „Beyond the Headlines“ lesen und sprechen Autor*innen aus Krisengebieten über ihre Arbeit und Menschenrechte. CORRECTIV wirft mit „Messages from Russia’s Neo-Gulag“ einen Blick auf politische Gefangenschaft in Russland. Und der palästinensische Buchhändler Mahmoud Muna spricht gemeinsam mit Autor Matthew Teller über ihr Buch „Daybreak in Gaza“.

Junge Stimmen und ein internationaler Blick

Am Donnerstag, 8. Oktober, treten bei „What’s their take? Young Voices from Around the World“ junge Autor*innen und Aktivist*innen aus Nigeria, Venezuela, Tschechien und der Türkei auf der Global Stage auf. Am Abend folgt die FBM Young Voices Night im Community Space 2og:dondorf – das Young Voices Network verbindet junge Stimmen aus der Buchbranche, die Literatur und Meinungsfreiheit mitgestalten wollen.

Zu den Partner*innen des Programms zählen unter anderem Amnesty International, die Bildungsstätte Anne Frank, CORRECTIV, der Freitag, dpa, PEN Berlin, Reporter ohne Grenzen, die taz, die UN und Wikimedia Deutschland.

Debatten über Rechtsruck und Künstliche Intelligenz

Passend zum kritischen Programm der Buchmesse sprechen auch internationale Autorinnen über die aktuelle politische Lage. Wie die FAZ berichtet, stellen Naomi Klein und Astra Taylor in Frankfurt ihr gemeinsames Buch vor, in dem sie vor einem neuen „Endzeitfaschismus“ warnen – einer Allianz aus Nationalisten, religiösen Fundamentalisten und Tech-Konzernen. Die beiden Autorinnen ordnen diese Entwicklung als globales Phänomen ein, das längst nicht nur Europa und die USA betrifft, sondern auch in Lateinamerika an Einfluss gewinnt. Auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz und großen Tech-Unternehmen in Politik und Militär ist Teil ihrer Analyse.

Fazit: Frankfurt wird zum Treffpunkt der großen Themen

Mit Frankfurt Calling positioniert sich die Frankfurter Buchmesse 2026 klar als Ort des internationalen Diskurses. Egal ob Demokratie, Klimakrise oder KI – hier treffen sich Menschen aus unterschiedlichsten Generationen und Ländern, um über die drängendsten Fragen unserer Zeit zu sprechen. Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s eben nur bei uns – und in diesem Oktober ganz besonders auf der Buchmesse!

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