
Auf dem Paulsplatz in Frankfurt ist „Unter einem Zelt
Frankfurt zeigt mal wieder, was diese Stadt so besonders macht: Vielfalt, Offenheit und echte Begegnung! Auf dem Paulsplatz, direkt vor der Paulskirche – der „Wiege der Demokratie“ – hat das Projekt „Unter einem Zelt“ seine Tore geöffnet. Und der Auftakt war richtig beeindruckend.
Rund 100 Menschen kamen zum Eröffnungsabend, nahmen Platz auf Bänken und an Tischen – und erlebten etwas, das in dieser Stadt zum Glück keine Seltenheit mehr ist: Friedensgebete aus sufi-, jüdischer, christlicher, muslimischer und buddhistischer Perspektive, nacheinander, auf einer gemeinsamen Bühne. Mitten in Frankfurt. Mitten im Herz der Stadt.
Das Herzstück des Projekts ist ein marokkanisches Königszelt auf dem Paulsplatz. Darin finden bis zum 4. September Schulgruppen, Diskussionsrunden und religiöse Feiern Platz. Das Konzept: Alle Generationen sollen hier zusammenkommen und über Gott und die Welt ins Gespräch kommen – ganz unkompliziert, von gleich zu gleich.
„Wir brauchen Orte, wo sich Menschen von gleich zu gleich begegnen können“, sagte Holger Kamlah, evangelischer Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach, bei der Begrüßung. Er erinnerte daran, dass es solche interreligiösen Dialogzelte in Frankfurt schon früher gab – vor Universitätsgebäuden in Bockenheim, am Mainufer. Neu und besonders ist diesmal der Standort: mitten in der City, an einem Ort, den Touristen, Passanten und Frankfurter täglich passieren.
Auch Nura Froemel, Vorsitzende des Rats der Religionen, war bei der Eröffnung dabei – gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn. Auf dem Podium trat sie später unter anderem gemeinsam mit Armin von Ungern-Sternberg, dem Leiter des Amts für multikulturelle Angelegenheiten, auf. Ebenfalls auf der Bühne zu sehen: Professor Joachim Valentin, lange Jahre Vorsitzender des Rats der Religionen, sowie Pfarrerin Ilona Klemens, Gründungsgeschäftsführerin. Begleitet wurde der Abend musikalisch von einem bosniakischen Chor.
Susanna Faust Kallenberg, Pfarrerin für interreligiösen Dialog im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach, gehörte zu denen, die ein Friedensgebet vortrugen – ein starkes Zeichen für gelebten Dialog in dieser Stadt.
Das Programm von „Unter einem Zelt“ hat richtig was zu bieten. Neben kleinen Gesprächsrunden und großen Podiumsdiskussionen gibt es einen ganz besonderen Anlaufpunkt: den Geschichten-Kiosk. Dort bist du eingeladen, von dir selbst und von Frankfurt zu erzählen. Aus den gesammelten Geschichten soll ein Film entstehen – ein Dokument der Vielfalt dieser Stadt.
Religionsvertreterinnen und -vertreter sowie kommunale Organisationen laden dabei alle Generationen ein, vorbeizuschauen, zuzuhören und mitzumachen. Das komplette Programm und alle Infos findest du direkt auf der Projektwebsite.
„Unter einem Zelt“ ist genau das, was Frankfurt ausmacht: eine Stadt, die zusammenkommt, die diskutiert, die zuhört. Bis zum 4. September hast du die Chance, Teil davon zu sein. Also: Schau am Paulsplatz vorbei, steck den Kopf ins marokkanische Königszelt und lass dich auf ein Gespräch ein. Der Sound der Weltstadt klingt manchmal eben auch ganz leise – und bedeutsam.






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