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Frankfurt übt für den Ernstfall: Bevölkerungsschutzübung ÜB’s! 2026 erfolgreich abgeschlossen

Frankfurt hat die Bevölkerungsschutzübung ÜB’s! 2026 erfolgreich abgeschlossen. Rund 800 Einsatzkräfte trainierten sechs Tage lang gemeinsam für den Ernstfall.

Redaktion
·
14. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

800 Einsatzkräfte, sechs Tage, ein Ziel: Frankfurt macht sich fit für den Ernstfall!

Vom 7. bis 12. September 2026 hat Frankfurt am Main gezeigt, was echte Vorbereitung bedeutet. Sechs Tage lang trainierten rund 800 Personen unter dem Motto „Mehr ins Üben kommen!“ – und das war alles andere als ein entspannter Ausflug. Die Bevölkerungsschutzübung „ÜB’s! 2026″ brachte städtische Ämter, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutzeinheiten zusammen, um gemeinsam komplexe und hybride Krisen- und Gefahrenlagen zu trainieren.

Stabsarbeit auf neuem Level

Besonders bemerkenswert: Vom 8. bis 10. September arbeiteten das Krisenmanagement der Stadt Frankfurt, der operativ-taktische Führungsstab der Feuerwehr und der Führungsstab der Polizei erstmals in diesem Umfang parallel zusammen. Für Frankfurt war das echtes Neuland – und es hat funktioniert! Täglich wechselten die Teilnehmenden der Stabsübungen, damit möglichst viele Menschen die Chance bekamen, sich in komplexen Entscheidungsprozessen zu üben.

„Die Übungstage waren intensiv. Wir haben von morgens bis abends geübt. Genau das ist wichtig: Wir müssen uns auf komplexe und hybride Bedrohungslagen vorbereiten“, sagt Martin-Benedikt Schäfer, Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz der Stadt Frankfurt am Main.

„Frankopia“ im Osthafen: 350 Kräfte, 24 Stunden, vier Szenarien

Bereits zum 19. Mal fand im Rahmen der ÜB’s! auch die Katastrophenschutzübung „Frankopia“ statt – und wie gewohnt im Frankfurter Osthafen. Das Gelände bietet mit seiner besonderen Infrastruktur ideale Bedingungen, um größere Einsatzlagen realitätsnah zu simulieren, ohne die Stadt großartig einzuschränken. Rund 350 Einsatzkräfte stellten sich vier großen Szenarien, darunter die Beschädigung kritischer Infrastruktur und die Rettung eigener Einsatzkräfte.

Mit dabei waren das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Technische Hilfswerk, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft sowie Freiwillige Feuerwehr und Berufsfeuerwehr. „Es ist jedes Jahr eine Freude zu sehen, wie hunderte von Einsatzkräften zusammenarbeiten, die normalerweise in dieser Konstellation nie zusammenkommen“, so Norbert Klein, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Hilfsorganisationen.

Podiumsdiskussion: Was Frankfurt vom Ukraine-Krieg lernen kann

Ein weiterer Höhepunkt der ÜB’s! 2026 war eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zivilschutz in der Stadt Frankfurt. Worauf müssen wir uns vorbereiten?“ – organisiert in Zusammenarbeit mit dem Ukraine-Projekt des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Als besonderer Ehrengast teilte Volodymyr Foshchan, Deputy Head of the Critical Infrastructure Security Measures Department of SESU Headquarters, wichtige Erfahrungen aus der Ukraine. Auch Hessens Innenminister Prof. Roman Poseck, Amtsleiter Markus Röck und Sicherheitsdezernent Martin-Benedikt Schäfer nahmen an der von FAZ-Journalistin Mechtild Harting moderierten Diskussion teil. Das Fazit: Es gibt noch einiges zu tun – aber Frankfurt ist auf dem richtigen Weg.

Nach der Übung ist vor der Übung

Mit dem Abschluss der ÜB’s! 2026 ist die Arbeit längst nicht getan. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Aus- und Fortbildung sowie in die Arbeit des KriVo-Netzwerks (Krisenvorbereitung) und der Frankfurter Taktikschule der Branddirektion ein. Oberbürgermeister Mike Josef zieht ein klares Fazit: „Ich bin beeindruckt, in welchem Maßstab und mit welchem Engagement bei der Übung Bevölkerungsschutz 2026 für den Ernstfall geübt wird. Mit jeder Übung gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse, entwickeln unsere Strukturen weiter und stellen Frankfurt noch besser auf mögliche Krisen- und Gefahrenlagen ein.“

Projektleiter Tim Staubach bringt es auf den Punkt: „Bevölkerungsschutz funktioniert nur im Zusammenspiel. Genau dieses haben wir mit der ÜB’s! 2026 intensiv trainiert.“ Und Amtsleiter Markus Röck ergänzt: „Vorbereitung gibt Sicherheit – für die Einsatzkräfte genauso wie für die Bevölkerung.“ Ihr könnt euch also sicher sein: Frankfurt schläft nicht. Der Sound der Weltstadt ist auch hier zu hören – als Stadt, die für ihre Menschen da ist, wenn es drauf ankommt!

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