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Frankfurt-Fechenheim: 86-Jähriger will 2,5 Millionen für Umweltstiftung spenden – und findet keine Mitstreiter

Werner Weischedel (86) aus Frankfurt-Fechenheim will 2,5 Millionen Euro für eine Umweltstiftung spenden – doch Mitstreiter fehlen.

Redaktion
·
7. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 18 Stunden

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Stell dir vor, du willst 2,5 Millionen Euro für einen guten Zweck verschenken – und niemand will mitmachen. Klingt unglaublich? Genau das erlebt gerade Werner Weischedel aus Frankfurt-Fechenheim. Der 86-Jährige möchte sein Erbe in eine Umweltstiftung verwandeln, die das Auengebiet im Fechenheimer Bogen dauerhaft schützt. Doch statt offener Arme bekommt er vor allem verschlossene Türen. Das ist die Geschichte, die Frankfurt gerade bewegt – und die viele von uns wachrütteln sollte.

Der Mann, der Jenny hatte – und große Träume für die Natur

Fast jeder in Fechenheim kennt Werner Weischedel – oder zumindest seine Schimmelstute Jenny, die zu Lebzeiten täglich alleine durch die Straßen des Stadtteils und den Fechenheimer Bogen spaziert ist und sich den Bauch mit frischem Gras vollgeschlagen hat. Ein Frankfurter Original, dieser Mann.

Werner und seine Frau Anne haben keine Kinder. Vor rund einem Jahr haben sie öffentlich bekannt gegeben, dass sie ihr Erbe nicht einfach vererben, sondern etwas Bleibendes schaffen wollen: eine Stiftung für den Fechenheimer Bogen. Eine Stiftung, die der Natur dort langfristig zugutekommt und das Auengebiet als Naturschutzgebiet sichert. Beim Notar war Werner längst. Es gibt eine fertige Satzung, alles ist vorbereitet. Doch dann: Schweigen.

„Wenn man sich eine Million von der Bank leihen will, ist das fast unmöglich. Wenn man eine Million investieren will, ist es noch unmöglicher“, sagt Weischedel – kopfschüttelnd und ein wenig verärgert. Und das ist leider kein Witz.

Warum findet er keine Mitstreiter?

Was klingt wie eine einmalige Chance – ein Frankfurter Bürger will 2,5 Millionen Euro in den Naturschutz stecken – entpuppt sich in der Realität als bürokratisches und gesellschaftliches Hindernis-Rennen. Weder Behörden noch Naturschutzorganisationen noch Privatpersonen aus der Region haben bislang angebissen. Dabei bräuchte es für eine solche Stiftung Mitstreiter, die das Projekt gemeinsam tragen, verwalten und langfristig sichern.

Werner Weischedel sitzt auf seiner grünen Dachterrasse in Fechenheim, den Entwurf der Stiftungssatzung in der Hand, und wartet. Ein Mann mit einem konkreten Plan, echtem Geld und dem Herz am richtigen Fleck – und trotzdem kommt die Unterstützung nicht. Das sagt eine Menge über unsere Zeit aus, oder?

Der Fechenheimer Bogen – ein Schatz, den es zu schützen gilt

Wer den Fechenheimer Bogen kennt, weiß: Dieses Auengebiet ist ein grünes Juwel direkt vor den Toren der Frankfurter Innenstadt. Naturnahe Flächen wie diese sind in einer Metropolregion wie Frankfurt rar und wertvoll. Genau hier setzt Weischedels Vision an: Das Gebiet soll dauerhaft als Naturschutzgebiet gesichert werden – für Tiere, Pflanzen und für alle Frankfurterinnen und Frankfurter, die dort Erholung suchen.

Es geht also nicht um abstrakte Millionen auf einem Konto. Es geht um echten, greifbaren Naturschutz mitten im Main-Gebiet. Um Wiesen, Wasser und Wildnis, die für kommende Generationen erhalten bleiben sollen. Das ist der Sound der Weltstadt – nicht nur Hochhäuser und Bankenviertel, sondern auch grüne Verantwortung.

Was du jetzt tun kannst

Diese Geschichte verdient Aufmerksamkeit – und vielleicht auch deine. Wenn du selbst Ideen hast, Kontakte kennst oder einfach mehr über Werner Weischedels Stiftungsprojekt erfahren möchtest, dann informier dich. Leute wie er brauchen keine Bewunderung, sie brauchen Mitstreiter. Menschen, die anpacken, mitdenken und mitgestalten wollen.

  • Du kennst jemanden aus dem Naturschutzbereich? Sprich ihn an!
  • Du bist in einer Vereinsstruktur aktiv? Vielleicht ist eine Kooperation möglich.
  • Du lebst in Fechenheim oder kennst die Region? Dann weißt du, was auf dem Spiel steht.

Frankfurt braucht mehr Menschen wie Werner Weischedel – und Werner Weischedel braucht Frankfurt. Jetzt reinhören, hinschauen und weitersagen! Diese Geschichte geht uns alle an.

Quellen


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