
Ein 60-Jähriger hat seine Ehefrau in Frankfurt aus dem 22. Stock gestoßen – das Landgericht verurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen Mordes aus niedrigen…
Ein erschütternder Fall hat Frankfurt und die ganze Region aufgewühlt: Ein 60-jähriger Mann hat seine Ehefrau in einem Frankfurter Hotel über ein Balkongeländer in den Tod gestoßen – aus dem 22. Stock, rund 60 Meter tief. Am Freitag, dem 31. Juli 2026, fällte das Frankfurter Landgericht sein Urteil: lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen.
Der Fall ist so grausam wie er erschreckend ist – und er zeigt, zu welcher Kälte ein Mensch fähig sein kann, wenn er ein anderes Leben schlicht als Hindernis betrachtet.
Das Paar war elf Jahre verheiratet und lebte mit seinen zwei minderjährigen Kindern in einem Einfamilienhaus in Rodgau im Landkreis Offenbach. Nach außen hin eine ganz normale Familie. Doch der Mann hatte längst andere Pläne: Er hatte eine Affäre mit einer mehr als 20 Jahre jüngeren Frau begonnen und wollte seine Ehefrau loswerden – um ungestört mit seiner Geliebten leben zu können.
Er lockte seine Frau in ein Hotel in Frankfurt-Sachsenhausen. Sie glaubte daran, dass er mit dem gemeinsamen Abend die Ehe retten wollte. Stattdessen stieß er sie kurz nach der Ankunft über das Balkongeländer im 22. Stock. Die Mutter zweier Kinder war sofort tot.
Kein spontaner Ausbruch, kein Streit, der eskalierte – sondern ein kaltblütig geplanter Mord. Im Internet hatte sich der Mann zuvor über unauffällige Tötungsarten informiert, dann das Hotelzimmer gebucht und gehandelt.
Der Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer ließ bei der Urteilsverkündung keinen Zweifel daran, wie das Gericht dieses Verbrechen bewertet. Er sagte direkt zu dem 60-Jährigen: „Ihr Verhalten steht sittlich auf niedrigster Stufe.“ Der Mann habe seine Frau zum Objekt degradiert und sie – so die erschreckende Formulierung des Richters – „wie einen Müllsack“ über das Balkongeländer entsorgt.
Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte selbst schwieg während des fast vier Monate dauernden Prozesses. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Was den Fall noch verstörender macht: Nach dem Tod seiner Frau gab der Mann an, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Er baute sich mit seiner Geliebten und seinen Kindern ein neues Leben auf – und sammelte über eine Spendenkampagne sogar mehr als 10.000 Euro ein.
Die Polizei ermittelte. Im April 2025 wurde der Angeklagte schließlich festgenommen und saß seitdem in Untersuchungshaft. Jetzt hat die Justiz gesprochen – und klar gemacht: Wer ein Menschenleben so kaltblütig auslöscht, trägt die volle Konsequenz.
Dieser Prozess hat viele Menschen in Frankfurt und der Region tief berührt – und das zu Recht. Hinter dem Urteil steckt eine Frau, eine Mutter, ein Mensch, dem das Leben auf brutalste Weise genommen wurde. Wir bei Radio Frankfurt denken an ihre Familie und insbesondere an ihre zwei Kinder.






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