
Der Verein Integrative Drogenhilfe Frankfurt e.V. kämpft mit dem Programm BuddyCare gegen die Einsamkeit von Drogenabhängigen in Frankfurt.
Soziale Kontakte sind für viele von uns selbstverständlich – für drogenabhängige Menschen in Frankfurt sieht die Realität oft ganz anders aus. Durch ihren Suchtkonsum verlieren viele Betroffene nach und nach den Anschluss an ihr Umfeld. Manchmal bricht sogar die eigene Familie den Kontakt ab. Genau hier setzt eine Initiative aus Frankfurt an, die zeigt, was echte Gemeinschaft bedeuten kann.
Der Integrative Drogenhilfe Frankfurt e.V. (IDH) hat das Programm „BuddyCare“ ins Leben gerufen. Die Idee dahinter ist so simpel wie wirkungsvoll: Drogenabhängige Menschen treffen sich einmal pro Woche mit einem ehrenamtlichen „Buddy“ – einem ganz normalen Menschen aus der Mitte der Gesellschaft. Kein Sozialarbeiter, keine Beratungsstelle, kein medizinisches Personal. Einfach ein Mensch, der Zeit mitbringt und zuhört.
Denn klar ist: Suchtabhängige Menschen stehen zwar regelmäßig im Kontakt mit Beratungsstellen, psychosozialer Betreuung und Sozialarbeitern. Auch der Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen fehlt selten. Doch fernab ihrer eigenen Szene fehlt jeglicher Anschluss an ein normales soziales Leben. Wie es beim IDH so treffend heißt: „Das Zusammensein mit ganz normalen Menschen würde ihnen einfach gut tun.“
Einsamkeit und Isolation sind für Drogenabhängige kein Randproblem – sie sind oft Teil eines Teufelskreises. Wer keine sozialen Bindungen hat, dem fehlen Erlebnisse, Rückhalt und das Gefühl, dazuzugehören. All das sind Faktoren, die eine Sucht zusätzlich befeuern können. Das „BuddyCare“-Programm des IDH setzt genau an diesem Punkt an und schafft Begegnungen, die weit über professionelle Hilfe hinausgehen.
Die Begegnungen zwischen Buddy und Drogenkonsument sollen keine Therapiestunden sein – sie sollen einfach Momente des normalen Lebens schaffen. Ein gemeinsamer Spaziergang, ein Kaffee, ein Gespräch. Kleine Dinge, die für viele Menschen selbstverständlich sind, für Betroffene aber einen riesigen Unterschied machen können.
Was dieses Projekt so besonders macht: Es lebt vom Ehrenamt. Menschen aus Frankfurt, die bereit sind, einmal pro Woche ihre Zeit zu schenken, können als Buddy aktiv werden und direkt etwas bewegen. Keine besonderen Vorkenntnisse nötig – nur die Bereitschaft, offen auf einen anderen Menschen zuzugehen.
Der Integrative Drogenhilfe Frankfurt e.V. zeigt damit, dass Unterstützung für vulnerable Gruppen in unserer Stadt nicht nur von Profis geleistet werden muss. Manchmal reicht es, einfach da zu sein. Das ist gelebte Gemeinschaft – und genau das macht Frankfurt aus.
Ihr wollt mehr über das BuddyCare-Programm erfahren oder selbst mitmachen? Dann schaut euch die Initiative genauer an – es lohnt sich!






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