
Explosionen in Offenbach und Frankfurt-Sachsenhausen beschädigten eine Bar, ein Café und einen Kiosk.
Das Rhein-Main-Gebiet kommt nicht zur Ruhe: In der Nacht zum Sonntag, dem 13. September 2026, gab es gleich zwei Explosionen – eine in Offenbach, eine in Frankfurt-Sachsenhausen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand, doch der Sachschaden ist erheblich. Während das Rhein-Main-Gebiet am Vorabend noch im Zeichen des Fußballs stand – in unserem früheren Beitrag zum Rhein-Main-Duell zwischen Mainz 05 und Eintracht Frankfurt haben wir über das Comeback von Bundestrainer Jürgen Klopp in der Mewa Arena berichtet – sorgt nun eine Anschlagsserie für Schlagzeilen.
Gegen 4.45 Uhr krachte es in der Frankfurter Straße mitten in der Offenbacher Innenstadt. Die Explosion war so heftig, dass die Schaufensterscheiben einer Bar und eines gegenüberliegenden Cafés zu Bruch gingen. Die Polizei geht davon aus, dass die Bar das eigentliche Ziel des Anschlags war und das Café nur durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen wurde – abschließend geklärt ist das aber noch nicht.
Die Ermittler haben den Tatort bereits gesichert und Spuren gesichert. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Angaben zur Schadenshöhe oder zu möglichen Tätern machte die Polizei zunächst nicht.
Kurz darauf traf es auch den Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen: Auf der Mörfelder Landstraße nahe dem Südbahnhof wurde ein Kiosk durch eine Explosion stark beschädigt. Bilder zeigen geborstene Fensterscheiben und eine aus der Verankerung gerissene Eingangstür – Glassplitter säumten den Gehweg. Auch hier konnte die Polizei zunächst keine Angaben zu Tätern, Motiv oder Schadenshöhe machen.
Die beiden Vorfälle sind kein Einzelfall. Seit Monaten zieht sich eine Serie ähnlicher Anschläge durch das Rhein-Main-Gebiet. Zuletzt war ein Kiosk in Obertshausen (Offenbach) Ziel einer Explosion. Die Kriminalpolizei ordnet mehrere Taten der Organisierten Kriminalität und dem Phänomen „Violence-as-a-Service“ zu.
Was steckt dahinter? Die Ermittler beschreiben ein gezieltes Anwerben von leicht beeinflussbaren, häufig minderjährigen Tätern oder jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Oft stammten diese aus dem Ausland, seien dort bereits polizeilich aufgefallen und reisten nur für die Begehung von Straftaten nach Deutschland ein.
Im März dieses Jahres wurde ein 20-jähriger Niederländer festgenommen, der an mehreren Explosionen beteiligt gewesen sein soll. Ob die aktuellen Taten in Offenbach und Frankfurt-Sachsenhausen mit der bekannten Serie zusammenhängen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Ereignisse dieser Nacht zeigen: Das Rhein-Main-Gebiet steht vor einer ernsten Sicherheitsherausforderung. Radio Frankfurt – Der Sound der Weltstadt – hält euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören und keine Neuigkeit verpassen!






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