
Eintracht-Frauen zittern sich beim 1. FC Nürnberg per Elfmeterschießen ins Pokal-Viertelfinale – Torhüterin Sophia Winkler wird dabei zur gefeierten Heldin.
Was für ein Nervenspiel, Frankfurt! Die Eintracht-Frauen haben im DFB-Pokalachtelfinale beim 1. FC Nürnberg die Kurve gekriegt – und das auf die ganz harte Tour. Nach 120 torlosen Minuten im Max-Morlock-Stadion musste das Elfmeterschießen entscheiden, und am Ende stand ein 4:2 nach Elfmeterschießen für unsere Adlerträgerinnen. Viertelfinale, wir kommen!
Cheftrainer Niko Arnautis hatte im Vergleich zum klaren 2:0-Hinspielerfolg in Eindhoven auf drei Positionen gewechselt. Sophia Winkler bekam ihren zweiten Profieinsatz fürs Team, Lina Altenburg wurde aus Gründen der Belastungssteuerung geschont. Dilara Açıkgöz übernahm die linke Mittelfeldseite, Rebecka Blomqvist startete in der Doppelspitze mit Laura Freigang.
Die SGE war von Beginn an das spielbestimmende Team. Açıkgöz und Blomqvist versuchten früh ihr Glück, Freigang prüfte Nürnbergs Torhüterin Rebecca Adamczyk mit einem direkt verlängerten Steilpass. Vor der Pause hatte Blomqvist sogar die Führung auf dem Fuß, legte den Ball nach einem Steckpass von Mühlhaus aber knapp vorbei. Auch im zweiten Durchgang blieb die Eintracht tonangebend – Açıkgöz und Mühlhaus scheiterten aus der Distanz, Freigangs Abschluss nach Zuspiel von Açıkgöz ging ebenfalls knapp am Tor vorbei. Trotz drückender Überlegenheit wollte der Ball einfach nicht rein.
Auch die Nürnbergerinnen versuchten ihr Glück, allerdings vor allem mit langen Bällen auf die schnellen Nastassja Lein und Proniez – die Frankfurter Defensive stand aber sicher. Vor 949 Zuschauerinnen und Zuschauern im Max-Morlock-Stadion ging es nach torloser regulärer Spielzeit in die Verlängerung. Auch dort blieb der Knoten drin: Bennisons Abschluss ging deutlich drüber, ansonsten verwaiste der Chancenzettel weitgehend. Am Ende musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen.
Und dann schlug die Stunde von Sophia Winkler! Die Ex-Frankfurterin Jonna Brengel setzte den ersten Nürnberger Elfmeter an den Pfosten, Tolhoek glich für Frankfurt aus. Dann parierte Winkler den Elfmeter von Julia Pollak, Amanda Ilestedt verwandelte zur 2:0-Führung. Zwar konnte Winkler den dritten Nürnberger Versuch nicht mehr halten, doch Ainhoa Alguacil und schließlich Hanna Bennison machten mit sicheren Treffern den 4:2-Erfolg im Elfmeterschießen perfekt. Laut der offiziellen Partie-Statistik auf fussballdaten.de kam die Eintracht bei 53 Prozent Ballbesitz auf zwölf Schüsse, Nürnberg brachte es nur auf fünf Abschlüsse. Das Viertelfinale ist damit verdientermaßen erreicht.
Viel Zeit zum Feiern bleibt aber nicht: Schon im nächsten Bundesliga-Spiel wartet mit dem VfL Wolfsburg der Tabellenzweite auf die Adlerträgerinnen am Brentanobad. Das Topduell läuft neben DAZN und MagentaSport auch in der ZDF Mediathek. Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich auf dem Laufenden – jetzt reinhören und am Ball bleiben!






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