
Eintracht Frankfurt rettet dank Doppeltorschütze Burkardt in der Nachspielzeit ein 2:2 bei Paderborn – überschattet von einem medizinischen Notfall im…
Eintracht Frankfurt hat am 9. Spieltag der Bundesliga beim SC Paderborn einen Punkt gerettet – und das erst in der Nachspielzeit. Wie die Sportschau berichtet, trennten sich beide Teams am Samstag 2:2 (1:1). Jonathan Burkardt traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich, ausgerechnet in Unterzahl, nachdem die Eintracht seit der 75. Minute mit zehn Mann spielen musste. Schon in der 23. Minute hatte Burkardt die SGE in Führung gebracht. Dazwischen drehten Raphael Obermair und Marvin Pieringer per Foulelfmeter die Partie für die Ostwestfalen.
Nach Angaben der Sportschau wurde die Partie von einem medizinischen Notfall überschattet: Ein Fan war kurz vor Anpfiff aus dem Gästeblock gestürzt und wurde nach Polizeiangaben in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Beide Fanlager verzichteten daraufhin über die komplette Spielzeit auf Unterstützung und rollten ihre Fahnen und Banner ein. Eintracht-Trainer Adi Hütter ordnete die Situation im Sportschau-Interview ein und machte deutlich, dass es in diesem Moment Wichtigeres gebe als den Fußball.
Frankfurt startete druckvoll und kam früh durch Lilian Brassier und Ritsu Doan zu ersten Abschlüssen, die jedoch knapp am Tor vorbeigingen. Nach rund zehn Minuten übernahm Paderborn das Kommando, SGE-Keeper Noah Atubolu musste gegen Gabriel Vidovic bereits früh eingreifen. Die Eintracht ging dennoch überraschend in Führung: Nach einem langen Ball von Brassier legte Fares Chaibi für Burkardt auf, der eiskalt einschob.
Paderborn blieb am Drücker, Stefano Marino traf nur die Latte, ehe Obermair kurz vor der Pause nach einer unzureichend geklärten Ecke zum 1:1 ausglich. Nach dem Seitenwechsel vergab Ruben Müller eine große Chance zur Paderborner Führung, während auf Frankfurter Seite Chaibi den Pfosten traf und Burkardt knapp verzog. Die Partie kippte schließlich in der 73. Minute, als Pieringer nach einem Foul von Brassier einen Foulelfmeter verwandelte. Nur zwei Minuten später sah Elias Baum nach einem Foul an Laurin Curda die Gelb-Rote Karte.
Trotz Unterzahl drängte die Eintracht weiter auf den Ausgleich und wurde in der Nachspielzeit belohnt: Atubolu war nach einer Ecke mit nach vorne gekommen, Burkardt stand am Fünfmeterraum goldrichtig und tunnelte SCP-Torwart Nahuel Noll per Hacke zum 2:2-Endstand.
Vor dem Spiel hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter laut dem Wochenblatt-Reporter einen unangenehmen Gegner erwartet. Paderborn presse mutig nach vorn, könne aber auch tief stehen und verteidigen, so Hütter. Der Aufsteiger stellt mit nur neun Gegentoren die drittbeste Defensive der Liga und ließ nach Ecken bislang keinen einzigen Treffer zu – nur der FC Bayern verteidigt ruhende Bälle besser. Im Angriff tat sich der SCP dagegen schwer: Mit sechs Toren und einem Expected-Goals-Wert von 8,1 reichte es nur für den zweitschwächsten Offensivwert der Liga. Mario Götze fehlte der Eintracht wegen einer Ohrenentzündung.
Durch das Remis bleibt Paderborn mit zehn Punkten auf Tabellenplatz elf, Eintracht Frankfurt steht mit zwölf Zählern auf Rang acht. Nach der Länderspielpause reist Paderborn zu Bayer 04 Leverkusen, während die Eintracht zu Hause auf die TSG Hoffenheim trifft.






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