Eintracht Frankfurt kassiert beim 0:6 in Leipzig eine Demontage: Kapitän Koch zur Pause raus, Nkunku-Hattrick, Spieler sprechen von Scham und harten Tagen.
Harter Rückschlag für Eintracht Frankfurt! Fünf Spiele, fünf Punkte, satte 16 Gegentore – der Bundesliga-Start ist gründlich in die Hose gegangen. Beim 0:6-Debakel bei RB Leipzig gab es für die Frankfurter nichts zu holen, und danach fielen im Kabinentrakt klare Worte. Nationalspieler Jonathan Burkhardt sprach bei Sky Klartext: Die Führungsspieler hätten versagt, wenn der Laden brennt. Hart, aber ehrlich.
Schon nach nicht einmal fünf Minuten lag die Eintracht mit 0:2 hinten. Wie die Sportschau berichtet, brachte Ezechiel Banzuzi die Sachsen bereits nach 44 Sekunden in Führung – Robin Koch hatte zuvor einen Querpass durchgelassen. Danach übernahm Christopher Nkunku das Kommando: Mit Treffern in der 5., 41. und 44. Minute gelang ihm laut Sportschau der erste lupenreine Hattrick der Leipziger Bundesligageschichte. Nach der Pause legten Antonio Nusa und Tidiam Gomis nach – am Ende stand ein knallhartes 6:0.
Besonders bitter: Kapitän Robin Koch wurde zur Halbzeit ausgewechselt – ein deutliches Zeichen an die Mannschaft. Der 30-Jährige erwischte wie fast alle Frankfurter einen schwachen Tag, die Formkurve zeigt seit Wochen nach unten. Torwart Noah Atubolu fand dafür deutliche Worte: Die Art und Weise, wie man sechs Tore kassiert, gehe gar nicht. Man müsse sich dafür schämen, so dürfe es nicht weitergehen.
Trainer-Rückkehrer Adi Hütter hatte vor der Partie wieder auf die Dreierkette gesetzt – mit dieser Formation hatte die Eintracht immerhin ihren bisher einzigen Saisonsieg beim 3:1 in Mainz gefeiert. Doch wie die Sportschau einordnet, half auch dieses System nicht gegen schwaches Zweikampfverhalten und schlechtes Stellungsspiel. Hütter selbst kritisierte nach dem Spiel, dass vor allem zu Beginn die nötige Körperlichkeit gefehlt habe – so könne man einfach nicht verteidigen.
Für Burkhardt hatte die Pleite auch eine private Note: Seine Eltern waren extra nach Leipzig gereist und mussten die Klatsche live miterleben. Richtig bitter wurde es, als RB Leipzig über X nachtrat – weil die Eintracht bereits in der vergangenen Saison mit 0:6 in Leipzig verloren hatte, fragte der Verein öffentlich, ob das mittlerweile schon Tradition sei. Autsch.
Leipzigs Trainer Martin Demichelis zeigte sich dagegen hochzufrieden. Nach zuvor schwachen Auswärtsauftritten in Bundesliga und Champions League war er selbst etwas unter Druck geraten – mit dem dritten Heimsieg ohne Gegentor in Serie kann er nun erst mal durchatmen. Auch Innenverteidiger Willi Orban lobte den Start seiner Mannschaft als herausragend.
Für die Eintracht bleibt nach diesem Debakel nur eins: nach vorne schauen. Am Freitagabend wartet im nächsten Spiel der 1. FC Köln – und die kommenden Tage werden, wie es aus dem Umfeld heißt, alles andere als einfach. Mit nur fünf Punkten aus fünf Spielen ist das Polster zu den Abstiegsrängen denkbar klein. Leipzig dagegen trifft in der Champions League auf PSV Eindhoven, bevor es in der Liga zum FC Bayern geht.
Eines ist klar: Die Eintracht-Fans brauchen jetzt starke Nerven. Wir von Radio Frankfurt bleiben für euch dran – mit allen News rund um die Eintracht, dem Sound der Weltstadt und dem besten Programm im Main-Gebiet. Jetzt reinhören!






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