
Shida Bazyar gewinnt den Deutschen Buchpreis 2026 für „Die Lücken“. Alle Infos zur Verleihung im Frankfurter Römer und den nominierten Titeln bei Radio…
Der Römer war wieder Schauplatz der Literaturszene! Am 5. Oktober wurde im Frankfurter Römer der Deutsche Buchpreis 2026 verliehen – und wir waren mittendrin im Geschehen der Buchmesse-Stadt. Wie die Frankfurter Buchmesse mitteilt, moderierte Jo Schück von ZDF aspekte die Preisverleihung, bei der alle sechs nominierten Autorinnen und Autoren vor Ort waren. Mit dabei: Kulturdezernentin Ina Hartwig und der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Sebastian Guggolz.
Aus 205 Einreichungen hatte die siebenköpfige Jury um Jurysprecherin Cornelia Geißler von der Berliner Zeitung zunächst 20 Romane für die Longlist ausgewählt, sechs davon schafften es auf die Shortlist. Am Ende stand fest: Der Roman des Jahres 2026 heißt „Die Lücken“ von Shida Bazyar, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.
Neben Bazyar waren laut Frankfurter Buchmesse folgende Romane nominiert:
Wie der Tagesspiegel berichtet, erzählt „Die Lücken“ von einem Ort im Hunsrück – dem realen Hermeskeil, das im Roman Hermesbach heißt. Es geht um die Vergangenheit des Ortes, insbesondere die nationalsozialistische Zeit, und wie sie bis in die Gegenwart hineinreicht. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, mit einer bereits toten Erzählerin, die laut Tagesspiegel über den ganzen Ort schwebt. Die Jury lobte dem Bericht zufolge besonders die enge Verbindung von fiktiven und dokumentarischen Elementen sowie von erfundenen und historischen Figuren.
Der Tagesspiegel berichtet außerdem, dass Shida Bazyar bereits wenige Wochen vor der Buchpreis-Verleihung den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Preis gewonnen hatte. Auch „Die Lücken“, „Anton und Alma“ von Dana Vowinckel und der Roman von Valeria Gordeev standen laut Tagesspiegel bereits vor der Preisverleihung ganz vorn in den Bestsellerlisten.
Die Verleihung im Römer ist für uns als Radio Frankfurt immer wieder ein Highlight im Herbst-Kalender der Stadt. Hier trifft sich die Literaturszene, hier wird sichtbar, was die deutschsprachige Gegenwartsliteratur gerade bewegt. Dass die Preisverleihung laut Frankfurter Buchmesse auch live in Deutscher Gebärdensprache übertragen wurde, zeigt: Die Buchmesse-Stadt denkt an alle, die dabei sein wollen.
Für Shida Bazyar und ihren Roman „Die Lücken“ war der 5. Oktober im Römer jedenfalls ein Abend, der in die Geschichte des Deutschen Buchpreises eingehen dürfte. Frankfurt bleibt damit, was es ist: die Stadt der Bücher – und wir sind mittendrin statt nur dabei!






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