
Shida Bazyar gewinnt den Deutschen Buchpreis 2026 im Frankfurter Römer mit ihrem Roman Die Lücken. Alle Fakten zur Preisverleihung und Shortlist im Überblick.
Frankfurt und Bücher – das gehört einfach zusammen! Am 5. Oktober war es wieder soweit: Im Frankfurter Römer wurde der Deutsche Buchpreis 2026 verliehen. Laut Angaben der Frankfurter Buchmesse moderierte Jo Schück von ZDF aspekte den Abend, mit dabei waren die sechs nominierten Autor*innen, die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig sowie der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Sebastian Guggolz. Auch die Jury um Jurysprecherin Cornelia Geißler von der Berliner Zeitung war vor Ort.
Aus 205 Einreichungen hatte die siebenköpfige Jury zunächst 20 Romane für die Longlist ausgewählt, sechs davon schafften es laut Frankfurter Buchmesse auf die Shortlist. Neben Shida Bazyar standen Franziska Gänsler mit „Orca“, Valeria Gordeev mit „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“, Elias Hirschl mit „Schleifen“, Peggy Mädler mit „Selbstregulierung des Herzens“ und Dana Vowinckel mit „Anton und Alma“ auf der Liste der Nominierten.
Gewonnen hat am Ende Shida Bazyar mit ihrem Roman „Die Lücken“. Wie der Tagesspiegel berichtet, erzählt das Buch von einem Ort im Hunsrück und dessen nationalsozialistischer Vergangenheit – von Bewohnerinnen und Bewohnern, die sich schuldig oder mitschuldig gemacht haben, und von jenen, die deportiert und ermordet wurden. Der Ort trägt im Roman den Namen Hermesbach und ist, so der Tagesspiegel, dem realen Geburtsort der Autorin, Hermeskeil im Hunsrück, nachempfunden.
Besonders hervorgehoben wird laut Tagesspiegel die literarische Form des Romans: eine kaleidoskopische, multiperspektivische Struktur mit einer bereits toten Erzählerin. Die Jury lobte demnach die enge Verbindung von fiktiven und dokumentarischen Elementen sowie von erfundenen und historischen Figuren, die dadurch einen starken Nachhall erzeuge.
Der Tagesspiegel weist darauf hin, dass sich die Jury nicht von außerliterarischen Argumenten leiten ließ – obwohl auch die Mitnominierten Dana Vowinckel mit „Anton und Alma“ und Peggy Mädler mit „Selbstregulierung des Herzens“ große Sympathien auf sich vereinten. Shida Bazyar hatte laut Tagesspiegel bereits wenige Wochen zuvor den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Preis gewonnen. Auch „Die Lücken“, „Anton und Alma“ sowie Valerie Gordeevs Roman standen dem Bericht zufolge bereits vor der Preisverleihung ganz vorn in den Bestsellerlisten.
Das zeigt: Die deutschsprachige Gegenwartsliteratur steht gerade richtig stark da – und Frankfurt war mittendrin, als das mal wieder gefeiert wurde! Wer mehr zur Preisverleihung und den Hintergründen wissen will, findet auf der Seite der Frankfurter Buchmesse alle Infos zum Nachschauen, inklusive der Übertragung in Deutscher Gebärdensprache.
Egal ob Buchpreis, Buchmesse oder die ganze Kulturszene drumherum – Frankfurt zeigt immer wieder, warum es für Bücherfans ein Pflichttermin im Kalender ist. Der Sound der Weltstadt ist eben nicht nur Musik, sondern auch große Literatur, die hier gefeiert wird. Und das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich weiterhin bei uns – mit allen News aus eurer Stadt. Jetzt reinhören!






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