
Die Fotoausstellung „Best Before“ von CIBO läuft bis 1. November 2026 in der Frankfurter Naxoshalle – Eintritt frei, Street Art gegen Hass und Vergessen.
Widerstand, Erinnerung und Farbe: In der Naxoshalle am Waldschmidtstraße 19 H in Frankfurt läuft seit dem 25. September 2026 die Fotoausstellung „BEST BEFORE – Street Art against a Rancid Future“ von CIBO. Noch bis zum 1. November 2026 könnt ihr sie besuchen – kostenlos und für alle offen.
Wie mainstyle.org berichtet, bringt CIBO Kunst in den öffentlichen Raum und verwandelt Symbole des Hasses in Botschaften von Kreativität, Erinnerung und Hoffnung. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit ANPI Frankfurt und dem Naxos Atelier. Fotografien von Martha Cooper ergänzen die Schau und machen sie zu einem eindrucksvollen Gesamtwerk über Street Art, gesellschaftliche Themen und den Widerstand gegen eine menschenfeindliche und autoritäre Zukunft.
Die Ausstellungseröffnung fand am Freitag, dem 25. September 2026, ab 17:00 Uhr statt. Am darauffolgenden Samstag, dem 26. September, von 13:00 bis 16:00 Uhr, gab es die Pastasciutta Antifascista – ein kostenloses gemeinsames Essen mit solidarischem Anspruch.
Wie frankfurter-info.org erklärt, geht diese Tradition auf den 25. Juli 1943 zurück: Als Mussolini abgesetzt und verhaftet wurde, kochte die Familie Cervi in Campegine einen großen Topf Pastasciutta und verteilte ihn kostenlos auf dem Dorfplatz. Aus diesem Akt des gemeinsamen Essens ist eine Tradition entstanden, die bis heute an Antifaschismus, Freiheit, Solidarität und Zusammenhalt erinnert – und die nun auch in Frankfurt gefeiert wurde.
Der Ausstellungsort selbst trägt eine bedeutende Geschichte in sich. Laut Studio Naxos wurde die Naxoshalle in den Jahren 1906/07 als Fabrikhalle der Naxos-Union erbaut. Seit 1992 steht sie unter Denkmalschutz, seit dem Jahr 2000 wird sie für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Heute ist sie Spielstätte von Theater Willy Praml und studioNAXOS – und ein lebendiger Ort für Gegenwartskunst, Theater, Performance und Musik.
Besonders wichtig: In der Naxoshalle gibt es auch eine Dauerausstellung zur Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus. Zwischen 1942 und 1945 mussten mehr als 700 Menschen bei der Firma Naxos-Union Zwangsarbeit leisten. Die jüdische Eigentümerfamilie Pfungst wurde in den 1930er Jahren enteignet. Diese Geschichte macht den Ort zu einem Raum, an dem Erinnerungsarbeit und künstlerischer Widerstand unmittelbar zusammentreffen – ein passendes Umfeld für eine Ausstellung wie „Best Before“.
studioNAXOS, seit seiner Gründung 2014 in der Naxoshalle aktiv, präsentiert dort regelmäßig zeitgenössische Positionen aus Theater, Performance, Musik, Installation und Choreografie. Das Produktionshaus NAXOS ist aus der Kooperation von Theater Willy Praml und studioNAXOS hervorgegangen und versteht die Halle als besonderen Kulturort für Frankfurt.
Was ist die Ausstellung „Best Before“?
„BEST BEFORE – Street Art against a Rancid Future“ ist eine Fotoausstellung von CIBO, die sich mit Street Art, gesellschaftlichen Themen, Erinnerung und dem Widerstand gegen eine menschenfeindliche und autoritäre Zukunft auseinandersetzt. Sie ist in der Naxoshalle in Frankfurt zu sehen.
Wo und bis wann kann ich die Ausstellung besuchen?
Die Ausstellung läuft vom 25. September bis zum 1. November 2026 in der Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19 H, Frankfurt am Main. Der Eintritt ist frei.
Was war die Pastasciutta Antifascista?
Am 26. September 2026 gab es in der Ausstellung von 13:00 bis 16:00 Uhr eine kostenlose Pastasciutta Antifascista – eine italienische antifaschistische Tradition, die auf den 25. Juli 1943 zurückgeht, als die Familie Cervi die Verhaftung Mussolinis mit einem gemeinsamen Essen feierte.
Wer ist an der Ausstellung beteiligt?
Die Ausstellung wurde von CIBO konzipiert, mit Fotografien von Martha Cooper, und entstand in Zusammenarbeit mit ANPI Frankfurt und dem Naxos Atelier.
Was ist die Naxoshalle für ein Ort?
Die Naxoshalle ist eine denkmalgeschützte ehemalige Fabrikhalle aus den Jahren 1906/07 in Frankfurt am Main. Seit 2000 wird sie als Kulturort genutzt und ist heute Spielstätte von Theater Willy Praml und studioNAXOS. In ihr befindet sich auch eine Dauerausstellung zur Geschichte der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus.






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