
Pro Bahn Frankfurt/Rhein-Main fordert mehr Rücksicht auf Fahrgäste bei Bahn-Großbaustellen. Was das für Pendler im Main-Gebiet bedeutet, lest ihr hier.
Wer in Frankfurt und der Rhein-Main-Region regelmäßig mit der Bahn unterwegs ist, kennt das Gefühl: Verspätungen, Umleitungen, unklare Durchsagen – und irgendwo ist wieder eine Baustelle. Genau das ist gerade kein Einzelfall, sondern Alltag. Der Fahrgastverband Pro Bahn schlägt jetzt Alarm und fordert, dass bei der Planung von Bahn-Großbaustellen endlich stärker auf die Menschen geschaut wird, die täglich auf die Bahn angewiesen sind.
Der Regionalverband Pro Bahn Frankfurt/Rhein-Main macht deutlich: Die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke sowie weitere Bauarbeiten im Bahnknoten Fulda und auf wichtigen Zulaufstrecken stellen den Bahnknoten Frankfurt in den kommenden Monaten vor außergewöhnliche Herausforderungen. Das betrifft nicht nur einzelne Linien – sondern den gesamten Regional-, S-Bahn- und Fernverkehr in der Region.
Grundsätzlich begrüßt der Verband die Investitionen in die Schieneninfrastruktur. Nach Jahren des Sanierungsstaus werden endlich Strecken, Brücken und Stellwerke modernisiert. Das ist längst überfällig! Aber: Gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht. Entscheidend sei laut Pro Bahn, die Bauarbeiten so zu koordinieren, dass die Belastungen für Fahrgäste möglichst gering bleiben.
Die Vorsitzende des Regionalverbands, Barbara Grassel, bringt es auf den Punkt: Frankfurt ist ein zentraler Knotenpunkt im deutschen Bahnverkehr. Schon kleinere Störungen können sich wie ein Dominoeffekt auf den gesamten Zugverkehr in der Region auswirken. Das bedeutet: Was in Frankfurt schiefläuft, spüren Pendlerinnen und Pendler von Wiesbaden bis Fulda.
Deshalb fordert Pro Bahn eine bessere Abstimmung aller Beteiligten – und vor allem: verlässliche Anschlüsse und verständliche Fahrgastinformationen. Wer im Stich gelassen wird, steigt irgendwann aufs Auto um. Und das kann niemand wollen, der das Thema Verkehrswende ernst nimmt.
Der Kern der Botschaft von Pro Bahn Frankfurt/Rhein-Main ist klar: Fahrgastverbände müssen frühzeitig in die Planung großer Baustellen einbezogen werden. Nicht erst, wenn die Bagger schon rollen – sondern von Anfang an. Denn wer weiß besser, wo der Schuh drückt, als die Menschen, die täglich mit der Bahn fahren?
Das ist ein Appell, den wir als Frankfurt-Community nur unterstützen können. Der Sound der Weltstadt braucht auch einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr – denn ohne zuverlässige Bahnen läuft in dieser Stadt nichts.
Baustellen sind notwendig, keine Frage. Aber sie dürfen nicht auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden. Pro Bahn Frankfurt/Rhein-Main hat recht: Wer Millionen in die Infrastruktur investiert, muss auch sicherstellen, dass die Menschen, die diese Infrastruktur täglich nutzen, nicht im Regen stehen gelassen werden. Bleibt gespannt – und haltet die Ohren auf. Radio Frankfurt hält euch auf dem Laufenden, wenn sich rund um den Bahnknoten Frankfurt etwas tut!
Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:






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