Die Asiatische Tigermücke ist jetzt in sieben Frankfurter Stadtteilen nachgewiesen. Was das bedeutet und wie ihr euch schützen könnt, erfahrt ihr hier.
Frankfurt, wir müssen reden! Die Asiatische Tigermücke breitet sich in unserer Stadt immer weiter aus – und das schneller als gedacht. Laut dem Frankfurter Gesundheitsamt wurde die schwarz-weiß gestreifte Mücke in diesem Jahr bereits in sieben Stadtteilen nachgewiesen. Im Vorjahr waren es noch drei. Das ist eine deutliche Ausbreitung, die wir alle kennen sollten.
Konkret aufgetaucht ist die Tigermücke 2026 in diesen Frankfurter Stadtteilen: Nordend, am Flughafen, in Niederrad, Bonames, Bockenheim, Gallus und Griesheim. Im Jahr zuvor gab es Funde nur in Nordend, Ostend und Riederwald. Den allerersten Einzelnachweis in Frankfurt gab es übrigens bereits 2018. Seitdem hat sie sich spürbar ausgebreitet – und das Gesundheitsamt spricht klar von einer „signifikanten Ausdehnung der Tigermücken-Population in Frankfurt“.
Erstmal keine Panik! Der Stich der Tigermücke selbst ist wie bei anderen Mückenstichen: Juckreiz und Schwellungen. Unangenehm, aber harmlos. Das eigentliche Risiko liegt woanders. Die sogenannte Aedesmücke – zu der auch die Asiatische Tigermücke gehört – kann Krankheitserreger wie das Dengue-, das Chikungunya- und das Zikavirus übertragen.
Bislang sind laut Robert-Koch-Institut in Deutschland noch keine solchen Übertragungsfälle bekannt. Aber: Mit zunehmender Klimaerwärmung werden die Bedingungen dafür immer besser. Das Gesundheitsamt warnt: „Wenn mehr Asiatische Tigermücken in Frankfurt vorkommen, steigt auch das Risiko, dass sie Viren von Reiserückkehrern aufnehmen und bei uns weiterübertragen können.“ Mit einzelnen lokal erworbenen Chikungunya-Infektionen sei künftig in den Sommermonaten zu rechnen.
Zum Hintergrund: Dengue ist weltweit die am häufigsten durch Mücken übertragene Viruserkrankung – laut dem Deutschen Tropeninstitut infizieren sich jährlich bis zu 500 Millionen Menschen damit. Das Virus beginnt oft mit akuten Fieberschüben und kann ohne Behandlung eine Sterblichkeitsrate von rund 13 Prozent haben. Chikungunya macht sich durch starke Gelenkschmerzen, hohes Fieber und Hautausschlag bemerkbar – die Genesung kann Monate, manchmal sogar Jahre dauern. Zika zeigt sich eher durch milde, grippeähnliche Symptome.
Das Gesundheitsamt ist aktiv und klärt seit 2025 direkt in den betroffenen Stadtteilen auf. Bewohner:innen im westlichen Teil des Nordends haben diese Woche sogar einen persönlichen Brief mit Hinweisen erhalten. In Kürze soll eine Begehung vor Ort stattfinden, um Brutstätten zu finden und die Menschen zu informieren.
Der Schlüssel zur Bekämpfung liegt bei uns allen! Die Tigermücke braucht nämlich nur kleinste Wasseransammlungen zur Fortpflanzung. Hier sind die wichtigsten Tipps vom Gesundheitsamt:
Außerdem gilt für alle, die aus Risikogebieten zurückkehren: Zwei Wochen lang aktiven Mückenschutz betreiben – auch wenn ihr keine Symptome habt. Wer bereits gesichert eine Dengue-Infektion hinter sich hat und wieder in ein Ausbruchsgebiet reist, sollte sich zudem über eine Impfung informieren. Für Reisende in Chikungunya-Risikogebiete empfiehlt die Ständige Impfkommission ebenfalls eine Vorsorgeimpfung.
Die Tigermücke ist in Frankfurt angekommen – das ist Fakt. Aber mit dem richtigen Wissen und kleinen Maßnahmen im Alltag können wir gemeinsam dafür sorgen, dass sich die Population nicht unkontrolliert ausbreitet. Bleibt informiert, bleibt achtsam – das ist der Sound einer Weltstadt, die auf ihre Community achtet!






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