
Claudio Bertozzi, Frankfurter Gastronom und Herz der FR-Altenhilfe, ist mit 82 Jahren verstorben.
Traurige Nachrichten aus unserer Stadt: Der Gastronom Claudio Bertozzi ist am 29. Juni im Alter von 82 Jahren in Frankfurt gestorben. Für viele Frankfurterinnen und Frankfurter war er weit mehr als ein Restaurantbesitzer – er war ein Mensch mit Herz, der seine Leidenschaft für Essen in echte Hilfe verwandelt hat. Und das über Jahrzehnte hinweg. Frankfurt verliert damit ein echtes Original.
Wer dabei war, vergisst es nicht so schnell: 70 bis 80 Menschen, die sich in Claudio Bertozzis italienischem Restaurant drängen – und dann kommen sie, Gang für Gang. Zehn, zwölf, manchmal sogar fünfzehn verschiedene Pasta-Kreationen. Mal mit Soße, mal mit Pesto, alles frisch und von Hand gemacht. Irgendwann wurden die Mägen immer voller, und die Gäste freuten sich regelrecht, wenn zwischendurch mal ein Gang Radicchio statt Nudeln auf den Tisch kam.
Das war das legendäre Pasta-Festival von Claudio Bertozzi – und dahinter steckte nicht nur Kochkunst, sondern echtes Engagement. Denn das Event hatte einen ganz klaren Zweck: die FR-Altenhilfe der Frankfurter Rundschau zu unterstützen. Über die Jahre kamen dabei Zehntausende Euro zusammen. Geld, das direkt älteren Menschen in Frankfurt zugutekam, die Unterstützung dringend brauchen.
Was Claudio Bertozzi so besonders machte, war die Kombination aus Gastfreundschaft und sozialem Verantwortungsgefühl. Er hätte sein Restaurant einfach betreiben können – gutes Essen, zufriedene Gäste, Feierabend. Aber das war ihm nicht genug. Stattdessen nutzte er seine Leidenschaft, um etwas zurückzugeben. Jahr für Jahr, Pasta-Festival um Pasta-Festival.
Für die Frankfurter Community war er eine feste Größe. Genau die Art von Mensch, die unsere Stadt ausmacht: bodenständig, herzlich, mit echtem Bezug zur Nachbarschaft und zu den Menschen, die hier leben. Der Sound der Weltstadt besteht eben nicht nur aus großen Events und Hochhäusern – er besteht auch aus Geschichten wie der von Claudio Bertozzi.
Die Zehntausenden Euro, die durch sein Engagement in die FR-Altenhilfe geflossen sind, sprechen für sich. Aber noch mehr zählt das, was nicht in Zahlen messbar ist: die Abende im Restaurant, das Lachen der Gäste, die Verbundenheit, die bei jedem Festival neu entstand. Das ist sein Vermächtnis für Frankfurt.
Wir bei Radio Frankfurt verneigen uns vor einem Mann, der gezeigt hat, wie man mit Leidenschaft und Haltung wirklich etwas bewegt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und all denen, die ihn kannten und liebten. Danke, Claudio – für die Pasta, für das Herz und für alles, was du dieser Stadt gegeben hast.






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