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44 Jahre für Hessen: Frank Lortz verlässt den Landtag

Nach fast 44 Jahren im Hessischen Landtag nimmt CDU-Politiker Frank Lortz Abschied. Alle Infos zu seiner Karriere und seinem Abschied im Main-Gebiet.

Redaktion
·
1. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 13 Minuten

Ein echtes Hessen-Original geht von Bord

Leute, das ist mal ’ne Hausnummer: Fast 44 Jahre saß Frank Lortz im Hessischen Landtag – und jetzt ist Schluss. Der CDU-Mann aus Seligenstadt legt Ende Oktober 2026 sein Mandat nieder. Seit dem 1. Dezember 1982 gehörte er dem Parlament an, zwölfmal hat er seinen Wahlkreis in Seligenstadt direkt gewonnen. Das nennen wir mal Verlässlichkeit, wie man sie hier im Main-Gebiet schätzt!

Rekordhalter mit Herz für Froschhausen

Wie die CDU-Fraktion Hessen mitteilt, ist Lortz ein echter Mann der Rekorde: Kein Abgeordneter bundesweit und kein Vizepräsident eines Landesparlaments war länger im Amt als er. Seit 2009 bekleidet er das Amt des Vizepräsidenten des Hessischen Landtags, das sind satte 23 Jahre. Die Fraktionsvorsitzende Ines Claus verlieh ihm deshalb im Rahmen der 80-Jahr-Feier der Fraktion die Ehrenmitgliedschaft – verdient, würden wir sagen.

Angefangen hat alles 1969 mit dem Eintritt in die CDU. Danach ging’s Schlag auf Schlag: Engagement in der Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung, im Kreistag Offenbach und im CDU-Ortsverband Froschhausen. Seit 1985 sitzt er außerdem im Kreisausschuss des Kreises Offenbach. In seiner parlamentarischen Laufbahn war er unter anderem Vorsitzender des Unterausschusses zur Nachprüfung der Staatshaushaltsrechnung und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Duzen, Fußball und ein ganz eigener Stil

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur, verbreitet über zeit.de, hat Lortz als Sitzungsleiter im Plenum einen ganz eigenen Stil geprägt: humorvoll, entspannt und mit einer Vorliebe für das Duzen – obwohl im Landtag eigentlich gesiezt wird. Vor dem Start der Donnerstagssitzung einer Plenarwoche verlas er traditionell die Fußballergebnisse, zuerst die der Landtagself, dann auch die von Bayern München – seinem Favoritenverein – und von Eintracht Frankfurt, dem Lieblingsverein vieler anderer Parlamentarier. Humor als Mittel, um auch schwierige Themen zu entschärfen – das war seine Devise, wie es in dem Bericht heißt.

Was sich in über vier Jahrzehnten verändert hat? Lortz sitzt inzwischen im dritten Plenarsaal seiner Laufbahn. In den 1980er-Jahren habe es wegen knapper Mehrheiten sehr harte Auseinandersetzungen gegeben, trotzdem sei der persönliche Respekt immer da gewesen – früher wie heute, so seine Einschätzung laut dem Bericht.

Platz machen für den Nachfolger

Den Abschied nimmt Lortz nur auf Landesebene – kommunalpolitisch bleibt er aktiv. Als CDU-Kreisvorsitzender ist er bis 2028 gewählt, im Kreistag und Kreisausschuss will er mindestens bis 2031 mitarbeiten. Auch im Verwaltungsrat der Sparkasse Langen-Seligenstadt bringt er weiterhin seine Erfahrung ein. Mit seinem Rückzug aus dem Landtag macht er den Weg frei für seinen Nachfolger Jürgen Harrer, der sich vor der nächsten Landtagswahl als Abgeordneter profilieren soll.

In seinem Heimatort Froschhausen war für Ende Oktober ein politischer Frühschoppen zur Verabschiedung geplant – mit 500 bis 600 angekündigten Gästen. Kein Wunder, immerhin ist Lortz nach eigenen Angaben rund 60 Vereinen verbunden und unterstützt viele davon durch persönliche Besuche.

Viel Lob von der politischen Spitze

Landtagspräsidentin Astrid Wallmann teilte mit, Lortz werde allen im Landtag fehlen – mit seiner wertegebundenen Klarheit und seiner zugewandten, schnörkellosen Art. In einer Gesellschaft zunehmender Polarisierung würden Persönlichkeiten wie er mehr denn je gebraucht. Ministerpräsident Boris Rhein erklärte, Lortz könne in der Sache hart streiten und am Ende trotzdem alle an einen Tisch holen – bei ihm gelte: ein Mann, ein Wort.

Der gelernte Bankkaufmann ist seit mehr als fünf Jahrzehnten in der CDU aktiv und setzt sich laut der CDU-Fraktion Hessen auch mit 73 Jahren weiterhin mit vollem Einsatz für die Menschen in Wiesbaden und seinem Wahlkreis ein. Fast 44 Jahre Landtag, 23 Jahre Vizepräsident – das ist eine Bilanz, die man im Main-Gebiet nicht alle Tage sieht. Danke, Frank Lortz!

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