
17.000 Menschen feierten den CSD in Frankfurt – doch die Nacht davor war überschattet von zwei queerfeindlichen Angriffen. Alle Infos hier bei Radio Frankfurt.
Was für ein Samstag in Frankfurt! 17.000 Menschen zogen beim diesjährigen Christopher Street Day durch die Innenstadt – bunt, laut und voller Liebe. Auf 120 Demowagen wurde getanzt, gefeiert und ein klares Zeichen gesetzt: unter dem Motto #Demokratie braucht keine Alternative! Mehr als 70 Gruppen machten gemeinsam deutlich, dass queere Sichtbarkeit und Rechte keine Verhandlungssache sind. Die Stimmung? Mitreißend, fröhlich und liebevoll – genau so, wie es sein soll.
Doch bevor Frankfurt am Samstag gefeiert hat, passierte in der Nacht zuvor etwas, das uns alle aufwachrütteln sollte. Denn die CSD-Demo stand in diesem Jahr unter einem bitteren Schatten.
Wie wir bereits in einem früheren Beitrag berichtet haben, wurde ein 62-jähriger Mann in der Nacht zum CSD-Samstag attackiert – nur weil er Hand in Hand mit seinem Partner unterwegs war. An einem Kiosk schlug ihm der Angreifer eine Glasflasche ins Gesicht und flüchtete anschließend. Motiv: die sexuelle Orientierung des Opfers. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen.
Aber das war nicht der einzige Vorfall in dieser Nacht. Auch vor dem Eingang einer queeren Bar flogen Flaschen – geworfen von einem Angreifer, der damit Sachschaden anrichtete. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.
Zwei Angriffe. Eine Nacht. Eine klare Botschaft von Hass – direkt vor dem größten queeren Fest der Stadt.
Und trotzdem – oder gerade deswegen – war der CSD am Samstag ein kraftvolles Zeichen. 17.000 Menschen auf den Straßen Frankfurts, die sagen: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Plakate mit „Love is Love“, bunte Wagen, tanzende Menschen auf dem Bürgersteig – das ist Frankfurt, wie wir es kennen und lieben.
Der CSD ist mehr als eine Party. Er ist ein politisches Statement, ein Zeichen für Akzeptanz und gleiche Rechte – und angesichts der Ereignisse der Nacht zuvor wichtiger denn je. Die Community steht zusammen, und das ist das stärkste Signal, das Frankfurt senden kann.
Queerfeindliche Gewalt ist keine Seltenheit – und sie darf nicht schweigend hingenommen werden. Wer Hinweise zu den Angriffen hat, sollte sich an die Polizei wenden. Und wir alle können jeden Tag dazu beitragen, Frankfurt zu einer Stadt zu machen, in der wirklich alle sicher und frei leben können.
Der Sound der Weltstadt ist bunt. Und das bleibt so.






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