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150 Jahre Elisabethenschule: Frankfurts Schulgeschichte zum Nachlesen

150 Jahre Elisabethenschule Frankfurt: Von jüdischer Schulgeschichte über Denkmalschutz bis zum Roman-Schauplatz – spannende Bücher zur Frankfurter…

Redaktion
·
29. September 2026
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Zuletzt aktualisiert: vor 1 Stunde

Eine Schule mit richtig viel Geschichte

Manche Schulen sind einfach mehr als nur Klassenzimmer und Stundenplan. Die Elisabethenschule in Frankfurt gehört definitiv dazu! Wie die Übersicht der Elisabethenschule zeigt, beschäftigen sich zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Arbeiten mit dieser Schule – von historischen Festschriften bis zu aktuellen Forschungsarbeiten. Das ist echtes Frankfurter Kulturgut, direkt aus dem Herzen unserer Stadt.

Die Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1803, als die Vorgeschichte in der Musterschule begann. Ab 1876 ging die Elisabethenschule dann ihren eigenen Weg als höhere Mädchenschule. Diese Trennung und Entwicklung ist laut der Bibliografie der Elisabethenschule ausführlich in der Festschrift zur Hundertjahrfeier der Musterschule aus dem Jahr 1903 dokumentiert.

Von Festschriften bis zu Zeitzeugenberichten

Zum 150-jährigen Jubiläum ist laut Angaben der Elisabethenschule im Jahr 2026 eine neue Jubiläumsschrift mit dem Titel „150 Jahre Elisabethenschule 1876–2026“ erschienen, die auf 282 Seiten die historische Entwicklung und das gegenwärtige Schulleben darstellt. Damit reiht sie sich ein in eine ganze Tradition von Festschriften – schon 1953 und 1976 sowie 2001 wurden die Jubiläen der Schule mit eigenen Publikationen gefeiert.

Besonders bewegend sind die Kapitel zur NS-Zeit. Nach Angaben der Elisabethenschule finden sich in mehreren wissenschaftlichen Werken Zeitzeugenberichte ehemaliger jüdischer Schülerinnen, etwa im Sammelband „Berichte gegen Vergessen und Verdrängen“, der Erinnerungen von 100 überlebenden jüdischen Schülerinnen und Schülern aus der NS-Zeit in Frankfurt versammelt. Auch die Dissertation „Jerusalem on the Main“ wertet umfangreich Schulamtsakten zur jüdischen Integration und zum Antisemitismus an der Schule aus.

Literatur, Baugeschichte und ein Roman als Bühne

Die Elisabethenschule taucht aber auch dort auf, wo man es vielleicht nicht erwartet: als Schauplatz in der Belletristik! Im Roman „Eddas Aufbruch“ von Beate Rösler aus dem Jahr 2024 ist die Schule laut der Bibliografie sogar wiederkehrender Handlungsort – die Geschichte spielt im Frankfurt der Jahre 1967/68 und dreht sich unter anderem um eine Abiturrede und Schülerproteste.

Auch baugeschichtlich hat die Schule einiges zu bieten. Das Schulgebäude an der Vogtstraße im Holzhausenviertel wird in mehreren Standardwerken zur Frankfurter Denkmalpflege erwähnt, etwa in der „Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main“. Der Jugendstilbau steht unter Denkmalschutz und ist damit ein Stück gebauter Stadtgeschichte.

Ein besonders schönes Detail aus der Nachkriegszeit: Laut der Bibliografie der Elisabethenschule dokumentiert das Buch „Ich will fortleben, auch nach meinem Tod“ von Thomas Sparr eine Episode rund um Schulleiterin Katharina Weber und Otto Frank – es geht um die frühe Aufnahme des Tagebuchs der Anne Frank in die Schulbibliothek im Jahr 1951/52.

Auch heute noch lebendig

Die Elisabethenschule schreibt ihre Geschichte weiter. Laut Angaben der Schule fand im Juni 2026 eine Lesung mit der Autorin Annette Mierswa aus ihrem Jugendroman „Der Scherbenpalast“ statt, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadt–Land–Buch“. Das zeigt: Diese Schule lebt nicht nur von ihrer Vergangenheit, sondern gestaltet auch heute noch aktiv das kulturelle Leben in Frankfurt mit.

Egal ob Denkmalschutz, jüdische Schulgeschichte oder Literatur – die Elisabethenschule ist ein echtes Frankfurter Original mit einer Geschichte, die es in sich hat. Der Sound der Weltstadt hat eben auch seine Bildungsgeschichte, und die ist in Frankfurt besonders reich.

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