
Norbert Cymbalista, Shoah-Überlebender aus Worms, schenkt dem Jüdischen Museum Frankfurt die weltweit größte Rimonim-Sammlung – dauerhaft zu sehen ab 3.
Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die einem den Atem verschlagen. Norbert Cymbalista ist so eine Geschichte. Am 8. Juli 1926 in Worms geboren, in einer tief religiös geprägten jüdischen Familie mit Wurzeln im heutigen Polen, erlebte er ab 1933 die Schrecken der NS-Barbarei hautnah. Er verlor fast seine gesamte Familie im Holocaust. Nach dem Krieg musste er mit nichts als dem nackten Leben völlig neu anfangen – und tat es. Heute lebt er in der Schweiz, seiner neuen Heimat, und konnte dort vor Kurzem seinen 100. Geburtstag feiern. Hundert Jahre. Was für ein Leben.
Und dieser bemerkenswerte Mann hat der Stadt Frankfurt nun ein außergewöhnliches Geschenk gemacht: Am 1. September 2026 übergab Norbert Cymbalista dem Jüdischen Museum in Frankfurt seine einzigartige Sammlung jüdischer Kultgegenstände als dauerhafte Leihgabe – in einem feierlichen Rahmen, der dem Anlass mehr als gerecht wurde.
Was er da übergeben hat, ist nicht weniger als ein Weltrekord: Es handelt sich um die weltweit größte Kollektion von Rimonim – das sind kunstvolle Aufsätze, mit denen Tora-Rollen geschmückt werden. Jahrzehntelang hat Cymbalista diese Stücke mit Leidenschaft und Sachverstand gesammelt. Das Ergebnis ist atemberaubend. Seit dem 3. September 2026 ist die Sammlung dauerhaft im Jüdischen Museum Frankfurt zu sehen.
Trotz aller Schrecknisse, die er erlebt hat, ist Norbert Cymbalista seiner Geburtsstadt Worms eng verbunden geblieben. Die Stadt Worms hat ihm deshalb von Herzen zu diesem besonderen Ereignis gratuliert – und das zu Recht. Denn was Cymbalista mit seiner Sammlung geschaffen hat, ist weit mehr als eine Ansammlung von Objekten. Es ist ein sammlerisches Vermächtnis, das Geschichte lebendig hält und an eine Gemeinschaft erinnert, die so viel gelitten hat.
Qualität und Präsentation der wundervollen Stücke sind laut Stadt Worms herausragend. Wer das Jüdische Museum Frankfurt kennt, weiß: Hier sind diese Schätze in den besten Händen.
Ihr seid in Frankfurt und fragt euch, was ihr als Nächstes erleben sollt? Das ist eure Antwort. Die Rimonim-Sammlung von Norbert Cymbalista ist ein einzigartiges Stück Weltkultur – mitten bei uns im Main-Gebiet. Das ist genau der Sound der Weltstadt, den wir bei Radio Frankfurt so lieben: Geschichten, die bewegen, Kultur, die verbindet, und Menschen, die trotz allem Großes leisten.
Alle Infos zur Ausstellung findet ihr direkt beim Jüdischen Museum Frankfurt. Einfach vorbeischauen – es lohnt sich!






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