Vandalen haben die Sitzgruppe am Pfaffenkopf bei Eschbach erneut zerstört – Lehne abgetreten, Brandlöcher in der Tischplatte.
Es ist ein trauriger Anblick, der Spaziergängern und Wanderern am Pfaffenkopf oberhalb von Eschbach begegnet: Die Sitzgruppe am beliebten Rastplatz wurde erneut demoliert. Unbekannte haben die massive Rückenlehne der Holzbank abgetreten und zusätzlich Brandlöcher in die Tischplatte gebrannt. Ein Fall von purem Vandalismus – und für den Verein Eschbacher Ortsgeschichte ein echter Schock.
Die Sitzgruppe war 2017 vom Verein Eschbacher Ortsgeschichte gespendet und am Pfaffenkopf aufgestellt worden. Der kleine Berg auf 397 Metern Höhe gilt als der schönste Aussichtsplatz in ganz Eschbach – mit herrlichem Blick über den Stadtteil bis hin zum Taunus-Hauptkamm und dem Feldberg. Jetzt ist der Rastplatz wieder in einem traurigen Zustand.
Zweiter Vereinsvorsitzender Ortwin Russ entdeckte den Schaden als einer der Ersten. Die Rekonstruktion des Tathergangs klingt erschreckend einfach: „Es ist offensichtlich, dass die Personen, die die Rückenlehne von der massiven Holzbank gebrochen haben, sich auf den Tisch gesetzt haben müssen und mit den Füßen die Lehne abgetreten haben“, schildert Vereinsvorsitzender Reiner Holl. Die vier langen Schrauben, mit denen die Lehne befestigt war, wurden dabei mitsamt Halterung herausgerissen. Außerdem haben die Vandalen an mehreren Stellen auf der Tischplatte kleine Feuerchen entzündet und so die Oberfläche dauerhaft beschädigt.
Der Zeitpunkt hätte kaum schlechter sein können. Pressewartin Christa Klieber und Vorsitzender Reiner Holl stecken gerade im Schlussspurt für die große Jahresausstellung des Vereins unter dem Motto „Eschbach früher und heute“ – mit historischen und aktuellen Fotos sowie anderen Exponaten. Die Ausstellung findet am Sonntag, dem 9. August, von 11 bis 17 Uhr im Bürgerhaus statt. Der Vandalismus hat die Vorstandsmitglieder also mitten in der Hochsaison ihrer Vereinsarbeit erwischt.
Besonders bitter: Die Sitzgruppe am Pfaffenkopf soll eigentlich Bestandteil eines neuen historischen Wanderweges werden, der demnächst ausgeschildert wird. Der sieben Kilometer lange Rundweg umfasst 18 Stationen mit Thementafeln – die feierliche Einweihung ist für den Herbst geplant. Der Vandalismus trifft damit nicht nur einen Rastplatz, sondern ein ganzes Projekt für die Region.
Der Verein hat bereits Kontakt mit Stadtförster Karl-Matthias Groß aufgenommen, um die Sitzgruppe nach der Ausstellung zu reparieren und neu aufzustellen. Zusätzlich soll Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Eine kleine Tafel am Rastplatz trägt übrigens die Aufschrift: „Dieser Platz lädt ein zur Rast, sauber halten sollte ihn jeder Gast.“ Wer die Täter sind, ist bislang nicht bekannt.
Solche Aktionen machen wütend – und das zurecht! Ein Rastplatz, der von einem engagierten Verein mit viel Herzblut für alle geschaffen wurde, wird mutwillig zerstört. Wer Hinweise auf die Täter hat, sollte sich an die zuständige Polizeidienststelle wenden. Haltet die Natur und ihre Treffpunkte sauber – für euch und alle anderen!






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