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Terza Visione in Frankfurt: 18 Italo-Filmperlen im DFF-Kino

Terza Visione ist zurück: Vom 12. bis 16. August zeigt das Festival 18 italienische Genrefilmklassiker auf 35mm im DFF-Kino Frankfurt – darunter echte…

Redaktion
·
12. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Monat

Das wildeste Kino-Festival des Jahres ist zurück!

Vom 12. bis 16. August steigt im DFF-Kino (Deutsches Filminstitut/Filmmuseum) wieder das, worauf echte Genrefilm-Fans das ganze Jahr gewartet haben: das zwölfte Terza Visione! Fünf Tage lang dreht sich alles um den großartigen, schrillen und manchmal komplett durchgeknallten italienischen Genrefilm. Und das Beste: Viele der gezeigten Werke könnt ihr zum allerersten Mal auf einer richtigen Leinwand erleben. Das ist Frankfurt, wie wir es lieben – Der Sound der Weltstadt trifft auf das wildeste Kino der Welt!

Was ist Terza Visione überhaupt?

Hinter dem Festival steckt eine leidenschaftliche Gemeinschaft von Fans des italienischen Genrekinos – aus Frankfurt, Köln, Nürnberg und sogar Wien. Gemeinsam graben sie populäre oder fast vergessene Perlen des Unterhaltungsfilms aus und präsentieren sie dem Publikum in ihrer ganzen Pracht. Und das stilgerecht: Gezeigt wird auf 35-mm-Kopien – so, wie Kino ursprünglich gedacht war. Wer schon mittags ins DFF-Kino schaut, merkt sofort: Hier ist was los. Die Säle füllen sich früh, die Stimmung ist elektrisierend.

18 Filme – Western, Horror, Erotik und noch mehr Wahnsinn

Das Programm umfasst 18 Werke aus den Genres Western, Horror, Science-Fiction, Krimi, Komödie, Melodram und Erotikdrama. Zur Eröffnung begibt sich der „Summertime Killer“ in der deutschen Fassung auf Rachefeldzug. Adriano Celentanos ambitioniertes sakrales Musical „Joan Lui“ von 1985 läuft erstmals in ungekürzter Fassung – ein echtes Highlight für Fans!

Besonders spannend: Am Abschlusstag zeigt das Festival die längere englischsprachige Version von „Perversion Story/Nackt über Leichen“ (1969) von Lucio Fulci. Wer Fulci bislang nur als Splatter-Regisseur kennt, wird von dem elegant-stilisierten Erotikthriller überrascht sein. Nach dem Tod seiner kranken Frau (Marisa Mell) gerät ihr Ehemann (Jean Sorel) unter Mordverdacht – und begegnet einer Stripperin, die seiner verstorbenen Frau zum Verwechseln ähnlich sieht. Zu jazzigen Klängen entfaltet sich in San Francisco eine düstere Intrige mit klaren Anklängen an Hitchcocks „Vertigo“.

Ein dänisches Juwel und Camp-Kino vom Feinsten

Eines der aufregendsten Fundstücke des diesjährigen Festivals ist „Blutige Seide“ (1964) von Mario Bava – der Urvater des Giallo-Horrorthrillers. Hier wütet ein maskierter Serienkiller in der Modebranche, und das farbenprächtig und ikonisch. Terza Visione konnte sogar aus Dänemark die vielleicht einzige noch existierende ungekürzte Kopie auftreiben. Ein echter Coup!

Wer auf Camp-Kino steht, sollte sich „Maciste und die Königin der Nacht“ (1961) nicht entgehen lassen. Der „stärkste Mann der Welt“ kämpft gegen Monster und Gefahren, um ein versklavtes Volk aus einer unterirdischen Welt zu befreien – Mythologie, Fantasy und Science-Fiction in einem. Meisterlich inszeniert von Antonio Leonviola, auch wenn Hauptdarsteller Mark Forest darstellerisch nicht ganz mithalten kann.

Buddy-Western, besessene Nonnen und Frankenstein

Auch Western-Fans kommen voll auf ihre Kosten: Im humorvollen Buddy-Western „Los Amigos/Das Lied von Mord und Totschlag“ (1973) ermittelt das Duo „Deaf“ Smith (Franco Nero) und „Johnny“ Ears (Anthony Quinn) während der texanischen Unabhängigkeitsphase gegen eine Gruppe rücksichtsloser Rebellen. Anthony Quinn glänzt als schlitzohriger Agent.

Auf der Spätschiene wartet dann das wirklich Unberechenbare: Bruno Matteis „Die andere Hölle“ (1981) über vom Teufel besessene Nonnen oder „Die Leichenfabrik des Dr. Frankenstein“ (1974) – über letzteren schrieb Christian Keßler in seinem Buch „Das wildeste Auge“: „Zu empfehlen allenfalls für wirklich hartgesottene Liebhaber des unrettbar Entgleisten.“ Und genau diese strömen bei Terza Visione in großer Zahl nach Frankfurt!

Jetzt reinhören – und reinschauen!

Das zwölfte Terza Visione ist ein Pflichttermin für alle, die Kino wirklich lieben. Fünf Tage, 18 Filme, eine Stadt – Frankfurt macht mal wieder deutlich, warum es das beste Programm im Main-Gebiet gibt. Also nichts wie hin ins DFF-Kino und eintauchen in das schönste Chaos des italienischen Genrekinos. Wir sehen uns auf der Leinwand!

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