
Der Stoffel im Günthersburgpark begeistert Frankfurt! Michael Herl erklärt, warum das Open-Air-Festival 2026 so erfolgreich läuft und was seinen Zauber…
Frankfurt im Sommer – und mittendrin eines der schönsten Open-Air-Festivals der Stadt: der Stoffel im Günthersburgpark. Wer noch nicht da war, sollte das schnell ändern! Das Festival „Stalburg Offen Luft“, kurz Stoffel, zieht diesen Sommer wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Park – und die Stimmung ist einfach unschlagbar.
Michael Herl, 66, Leiter des Stalburg-Theaters im Frankfurter Nordend und Gründer des Stoffels, ist sichtlich zufrieden. „Ich habe keinen einzigen Grund zu klagen“, sagt er. Und das stimmt: Das Wetter spielt mit, die Leute kommen zahlreich, und die Stimmung auf dem Platz ist immer gut – egal, wer gerade auf der Bühne steht.
Was viele vielleicht nicht wissen: Herl gründete das Festival bereits 2004, um das Stalburg-Theater durch die finanzielle Durststrecke der Sommerpause zu bringen. Mit Musik, Kleinkunst und Kinderunterhaltung hat er sich ein echtes Frankfurter Kultfestival aufgebaut. Und dieses Jahr läuft es so gut wie lange nicht mehr.
Warum der Stoffel in diesem Jahr so viel Zulauf hat? Herl hat da eine klare Erklärung: In den vergangenen Jahren war er stets offen damit, dass die Besucherzahlen schlechter wurden und das Festival langfristig nicht überleben würde, wenn sich nichts ändert. „Akzeptanz durch Penetranz!“, bringt er es auf den Punkt. Diese Ehrlichkeit hat offenbar gewirkt – das Publikum hat verstanden, dass es seinen Teil beitragen muss, wenn der Stoffel weiterleben soll.
Und die Menschen kommen – und essen. Dass bei sommerlichen Temperaturen mehr Wasser getrunken wird, liegt auf der Hand. Aber auch die heißen Würstchen gehen weg wie warme Semmeln: „Wo viele Leute sind, wird viel gegessen“, erklärt Herl mit einem Schmunzeln. Das Geld, das so in die Kasse fließt, hilft dem Stalburg-Theater direkt – eine Win-win-Situation für alle.
Was macht den Stoffel eigentlich so besonders? Herl findet dafür wunderschöne Worte: „Da sitzen Menschen auf der Wiese, andere stehen auf der Bühne, wieder andere stehen hinterm Tresen, und alle tun ihr Bestes, um miteinander einige schöne Stunden zu verleben. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.“ Kein Lärm, keine Werbebotschaften, keine Reizüberflutung – einfach ein Stück Normalität und Geborgenheit mitten in Frankfurt.
Gerade in unruhigen Zeiten scheinen die Menschen genau das zu suchen. Der Günthersburgpark wird dabei zum Ort der Entschleunigung – und der Stoffel zum Gegenprogramm zum hektischen Alltag. „Ich glaube, der Stoffel ist so ein Stück Normalität, ein Stück Gelassenheit“, sagt Herl. Und wer einmal abends im Park gesessen hat, wenn die Sonne untergeht und die Musik spielt, weiß: Da hat er absolut recht.
Auch für die Zukunft gibt es gute Neuigkeiten: Die geplante Erweiterung des Günthersburgparks nach oben soll den Stoffel laut Herl in keiner Weise beeinträchtigen. „Dann ist noch mehr Grün oben. Ich sehe da keine Probleme.“ Außerdem spielt das Team mit dem Gedanken, das Festival künftig immer etwas später im Jahr zu veranstalten – wegen des angenehmeren Wetters und weil die Sonne dann früher untergeht.
Kurzum: Der Stoffel läuft, Frankfurt ist begeistert – und das Stalburg-Theater kann aufatmen. Wer den Sommer in der Mainmetropole wirklich fühlen will, sollte sich das nicht entgehen lassen. Jetzt reinhören, was im Main-Gebiet los ist – und dann ab in den Park!






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