Frankfurt startet mit 111.500 Schülerinnen und Schülern ins neue Schuljahr – mit 150 neuen Lehrkräften und einem starken Fokus auf Demokratiebildung und…
Der Sommer ist vorbei und Frankfurt macht sich bereit: Ab Montag strömen 111.500 Schülerinnen und Schüler in die Frankfurter Schulen – das sind rund 1.500 mehr als im Vorjahr! Damit lernt etwa jedes siebte hessische Schulkind hier bei uns im Main-Gebiet. Besonders aufregend: Für 6.350 Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt mit dem neuen Schuljahr ein ganz neues Abenteuer. Das hat das Staatliche Schulamt bekannt gegeben.
„Wir starten mit einem guten Gefühl ins Schuljahr“, sagen Schulamtsleiterin Evelin Spyra und ihre Stellvertreterin, Gymnasialdezernentin Susanne Strauß-Chiacchio. Und das liegt nicht ohne Grund: 150 neue Lehrkräfte verstärken die Frankfurter Schulen, dazu gibt es einen leichten Zuwachs an Planstellen. Klar ist aber auch: Viele Stellen bleiben unbesetzt – vor allem in den Mangelfächern wie Mathe. Das Schulamt wirbt deshalb offen: „Sehr gern bewerben – wir freuen uns!“ Na, wenn das kein Angebot ist!
Die meisten Schülerinnen und Schüler – rund 75.500 – besuchen öffentliche allgemeinbildende Schulen. Dazu kommen 26.000 an öffentlichen Berufsschulen sowie rund 8.300 beziehungsweise 1.650 junge Menschen an Schulen in freier Trägerschaft.
Ein Thema, das Jahr für Jahr für Frust sorgt: Nicht alle Familien bekommen einen Platz in ihrer Wunschschule. Von den 6.657 Kindern, die nach der vierten Klasse in die weiterführende Schule wechseln, zieht es den Großteil (5.630) auf Gymnasien und Gesamtschulen. Doch wie schon im Vorjahr mussten mehr als 500 Familien eine Absage hinnehmen – viele von ihnen haben Widerspruch eingelegt. „Die Juristen sind gerade mit Hochdruck am Arbeiten“, sagt Spyra, „es gibt ständig Eilverfahren.“
Eine kleine Erleichterung gibt es aber: Seit der Einführung eines Losverfahrens für Härtefälle hat sich die Zahl der Widersprüche etwa halbiert. Und Spyra gibt Eltern Hoffnung: Manche Kinder kämen über Nachrücklisten doch noch in ihre Erst- oder Zweitwunschschule. Für alle Kinder gibt es auf jeden Fall einen Schulplatz.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kindern aus geflohenen oder zugewanderten Familien. Allein 2.000 von ihnen werden in Vorlaufkursen an 85 Frankfurter Schulen auf den Bildungsstart vorbereitet – das entspricht knapp einem Drittel aller Schulanfängerinnen und -anfänger. Die Erfolge sind sichtbar: 453 Kinder wechseln jetzt aus einer Intensivmaßnahme in den Regelunterricht, weitere 57 ins berufliche Schulsystem. Das zeigt: Integration funktioniert, wenn man sie ernstnimmt!
Auch beim Rechtsanspruch auf Ganztagsschule gibt Frankfurt Gas: Der Anspruch ab der ersten Klasse ist laut Schulamt erfüllt. 65 Frankfurter Grundschulen nehmen am Landesprogramm „Pakt für den Ganztag“ teil, mehr als 70 Förder- und weiterführende Schulen sind ebenfalls dabei.
Und was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Schuljahres 2026/2027? Demokratiebildung, Wertevermittlung und Herzensbildung – in Zusammenarbeit mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Das Motto dahinter bringt es auf den Punkt: „Lernen, achtsam zu sein – für sich, für dich, für die ganze Klasse.“ In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je ist, ein absolut starkes Signal aus Frankfurt!
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