Mike Josef krempelt nicht nur Frankfurts Dezernate um – er ändert auch die Arbeitsweise. Einvernehmensregeln und Monitoring sollen Großprojekte endlich…
Wir haben euch bereits berichtet: Mike Josef (SPD) hat den Frankfurter Magistrat neu aufgestellt. Aber jetzt wird klar – es geht um viel mehr als nur neue Zuständigkeiten. Der Oberbürgermeister dreht an einer grundlegend anderen Schraube: Wie die Dezernate künftig miteinander arbeiten. Und das hat es in sich!
„In der heutigen Zeit reicht es nicht mehr, nach Schema F zu arbeiten“, macht Josef deutlich. Frankfurt habe viele Ideen, Konzepte und bereits beschlossene Projekte – jetzt müsse man diese „über die Ziellinie bringen“. Bisherige Reibereien und Verzögerungen sollen der Vergangenheit angehören.
Das Herzstück der Neuordnung ist eine klare Ansage: Bei Großprojekten müssen mehrere Dezernate künftig „im Einvernehmen“ handeln. Klingt bürokratisch – ist es aber nicht. Denn das bedeutet deutlich mehr als eine einfache Anhörung. „Beide Seiten sind verantwortlich. Es muss gemeinsame Lösungsvorschläge geben“, erklärt Josef. Wer gemeinsam entscheidet, kann sich hinterher nicht mehr aus der Verantwortung ziehen. Punkt.
Das zieht sich durch die gesamte neue Aufgabenverteilung:
Damit ihr den Überblick behaltet: Nils Kößler (CDU) übernimmt als Bürgermeister Wirtschaft, Recht und Innovation. Marcus Gwechenberger (SPD) verantwortet Planen, Wohnen und Personal. Die neue Stadtkämmerin Susanne Serke (CDU) ist für Finanzen und Beteiligungen zuständig. Wolfgang Siefert (Grüne) kümmert sich um Bauen, Liegenschaften und Kliniken. Martin-Benedikt Schäfer (CDU) übernimmt Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz. Yannick Schwander (CDU) ist für Verkehr, Mobilität und Logistik verantwortlich.
Ob das neue Modell wirklich funktioniert, will Josef genau im Blick behalten. Die Stabsstelle „Monitoring Großprojekte“ soll künftig erfassen, wo wichtige Vorhaben stehen und wo es hakt. Aber keine Sorge: Eine neue, aufgeblähte Kontrollbürokratie werde dafür ausdrücklich nicht geschaffen.
Fahren sich Dezernate dennoch fest, will Josef zunächst persönlich vermitteln. Klappt die Zusammenarbeit dauerhaft nicht, behält er sich weitere Anpassungen vor. Die neue Verfügung sei „nicht in Stein gemeißelt“ – pragmatische Lösungen statt starre Strukturen, das ist die Devise.
Besonders wichtig ist Josef auch die Kommunikation nach außen: Bürgerinnen und Bürger sollen zumindest erfahren, wie der Stand ihrer Angelegenheit ist. „Verlässliche Kommunikation schafft Vertrauen in die Verwaltung.“ Eine klare Ansage in Richtung mehr Transparenz für Frankfurt!
Josef verbindet die Neuordnung mit einem klaren Anspruch an die neue Koalition im Römer: Die breite Mehrheit soll nicht für parteipolitische Spielchen genutzt werden, sondern für echte Lösungen. „Wenn ein Projekt erfolgreich ist, ist es ein Erfolg der Stadt.“ – So klingt Frankfurt, wenn es funktioniert. Wir bleiben für euch dran!






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