Wie tief geht die Verbindung zwischen Hessen und Rumänien wirklich? Und welche Rolle spielt Frankfurt bei der Unterstützung der Ukraine? Staatsminister Manfred Pentz – Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung sowie Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund – war bei uns im Interview mit Eike Knall zu Gast. Was er erzählt hat, lohnt […]
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Wie tief geht die Verbindung zwischen Hessen und Rumänien wirklich? Und welche Rolle spielt Frankfurt bei der Unterstützung der Ukraine? Staatsminister Manfred Pentz – Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung sowie Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund – war bei uns im Interview mit Eike Knall zu Gast. Was er erzählt hat, lohnt […]
Dieser Beitrag wurde aus der Audio-Aufnahme transkribiert und redaktionell aufbereitet.
Wie tief geht die Verbindung zwischen Hessen und Rumänien wirklich? Und welche Rolle spielt Frankfurt bei der Unterstützung der Ukraine? Staatsminister Manfred Pentz – Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung sowie Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund – war bei uns im Interview mit Eike Knall zu Gast. Was er erzählt hat, lohnt sich wirklich anzuhören!
„Diese internationalen Partnerschaften sind kein Luxus, sie sind die Grundlage auch für unseren wirtschaftlichen Erfolg in Hessen, in Rumänien und für ganz Europa.“ – Staatsminister Manfred Pentz
Das vollständige Gespräch zwischen Eike Knall und Staatsminister Manfred Pentz gibt es jetzt im Audio-Player direkt hier auf der Seite. Einfach Play drücken – Der Sound der Weltstadt macht Politik zum Erlebnis!
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Beitrag
Zitate aus der Folge
Wir müssen diese Zusammenarbeit, die wir gerade zwischen Hessen und Rumänien seit vielen Jahren schon haben, müssen wir einfach jetzt vertiefen und wir müssen sie konkreter machen.
Denn eines ist klar: Diese internationalen Partnerschaften sind kein Luxus, sie sind die Grundlage auch für unseren wirtschaftlichen Erfolg in Hessen, in Rumänien und für ganz Europa.
Man muss sagen, man hat eine gigantisch große Diaspora in Frankfurt/Rhein-Main, in Hessen, in ganz Deutschland, aber vor allen Dingen eben in Hessen.
Wir wollen nicht den Chinesen, wir wollen nicht den Russen. Oder anderen Kräften den Westbalkan überlassen, sondern das sind europäische Menschen.
Und Sie wissen, wir sind ein internationaler Standort. Also wenn nicht Hessen, wer denn dann?
Wenn wir auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Hessen und Rumänien weiter vertiefen, dann glaube ich, kann das eine große Win-win-Situation werden.
Zitate
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Intro (0:07)
Staatsminister Manfred Pentz ist Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund und war bei uns im Interview mit Eike Knall. Wie ist die zukünftige Zusammenarbeit mit Rumänien geplant?
Staatsminister Pentz (0:24)
Ich habe mich ja letzte Woche getroffen mit der Außenministerin und mit der Botschafterin. Das war ein ausgesprochen gutes Gespräch, das muss man ganz offen sagen, wir sind in vielen Punkten sehr viel näher beieinander, als wir vielleicht in dem Moment gedacht hatten. Also wirklich sehr spontan. Und wir haben gesagt, wir müssen diese Zusammenarbeit, die wir gerade zwischen Hessen und Rumänien seit vielen Jahren schon haben, müssen wir einfach jetzt vertiefen und wir müssen sie konkreter machen. Wir haben eine hessisch-rumänische Regierungskonsultation, die wir jetzt aufleben lassen wollen mit einer Agenda. Da geht es um Wirtschaftszusammenarbeit, Zusammenarbeit logischerweise. Da geht es aber auch zum Beispiel um Tourismus, da geht es um Kultur, und es geht auch um die gemeinsame Unterstützung der Ukraine nach dem fürchterlichen Angriffskrieg. Auch dort hat Rumänien durchaus sehr gute Kanäle, und wir haben ja ein MoU mit der ukrainischen Oblast Kiew gemacht. Also von daher habe ich da einen großen Optimismus.
Eike Knall (1:25)
Warum ausgerechnet Rumänien?
Staatsminister Pentz (1:26)
Naja, Rumänien, muss man ganz offen sagen, ist uns natürlich total nah. Man muss sagen, man hat eine gigantisch große Diaspora in Frankfurt/Rhein-Main, in Hessen, in ganz Deutschland, aber vor allen Dingen eben in Hessen. Das sind sehr viele Menschen, die seit vielen Jahren hier sind, die sehr gut integriert sind und deren Herz natürlich für die Heimat schlägt. Und die sprechen einen natürlich an. Und Sie wissen, wir sind ein internationaler Standort. Also wenn nicht Hessen, wer denn dann?
Eike Knall (1:56)
Was wurde zur Ukraine vereinbart?
Staatsminister Pentz (1:58)
Also wir haben mit der Ukraine besprochen, damals schon, als ich in Kiew war, das wir bei der Aufbauarbeit unterstützen wollen. Wir haben mit dem Frankfurter Flughafen das Hub sozusagen für ganz Europa und Rumänien hat das Netzwerk dorthin. Und Fakt ist natürlich auch für die Unternehmen, für die Wertschöpfung: Wer als Erstes dort ist in der Ukraine, der wird natürlich dort auch die Investments, die Türen öffnen können. Und die Ukrainer sind dazu bereit. Rumänien hat da sehr, sehr gute Kontakte, ein tolles Netzwerk. Gute Ideen. Und wenn wir das zusammenbringen, wenn wir auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Hessen und Rumänien weiter vertiefen, dann glaube ich, kann das eine große Win-win-Situation werden. Denn eines ist klar: Diese internationalen Partnerschaften sind kein Luxus, sie sind die Grundlage auch für unseren wirtschaftlichen Erfolg in Hessen, in Rumänien und für ganz Europa.
Eike Knall (3:00)
Herr Pentz, ich habe gehört, Sie kommen aus Kroatien, und bei dem Gespräch ging es um Schulterschluss.
Staatsminister Pentz (3:06)
Ja, das stimmt, da sind Sie gut informiert. Das muss man sagen. Meine Mutter kommt ja ursprünglich aus Kroatien und die rumänische Außenministerin hat aktiv das Thema Westbalkan angesprochen. Und das ist für uns alle ja auch ein sehr, sehr wichtiges Thema, nämlich der Lückenschluss zwischen Kroatien, Slowenien und Griechenland. All diese Länder sind für uns ein Mehrwert, wenn man es mal unterm Strich sieht. Denn eines ist klar, da sind wir uns mit der rumänischen Administration einig: Wir wollen nicht den Chinesen, wir wollen nicht den Russen. Oder anderen Kräften den Westbalkan überlassen, sondern das sind europäische Menschen. Sie denken europäisch, sie wollen in die Europäische Union, und wir müssen nur dafür sorgen, dass es auch dort eine Win-win-Situation wird. Und darüber waren wir uns einig, und deswegen bin ich sehr dankbar, dass die rumänische Außenministerin das auch mit ganz oben auf der Agenda hat.
Eike Knall (4:02)
Dann sage ich vielen Dank.
Outro (4:04)
Dankeschön, alles Gute. Hier ist Radio Frankfurt.
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