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Pflasterlaster im Bahnhofsviertel: Johanniter helfen Drogenabhängigen kostenlos

Der Pflasterlaster der Johanniter fährt zweimal pro Woche ins Frankfurter Bahnhofsviertel und versorgt Drogenabhängige kostenlos.

Redaktion
·
10. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Stunde

Ein Rettungswagen, der wirklich rettet

Frankfurt ist bunt, laut und lebendig – aber es gibt auch Seiten unserer Stadt, die viele lieber nicht sehen. Im Bahnhofsviertel kämpfen täglich Menschen mit Sucht, Obdachlosigkeit und Wunden, die niemand behandelt. Doch seit Oktober gibt es eine besondere Anlaufstelle mitten auf der Straße: den Pflasterlaster der Johanniter. Ein umgebauter Rettungswagen, der zweimal pro Woche ins Bahnhofsviertel fährt – und Menschen kostenlos medizinisch versorgt, die sonst durch alle Raster fallen.

Was ist der Pflasterlaster?

Der Name sagt eigentlich alles: Der Pflasterlaster ist ein umgerüsteter Rettungswagen, der von den Johannitern betrieben wird. Gut 25 Ehrenamtliche sind im Einsatz – sie behandeln Wunden, ziehen Fäden und impfen sogar gegen Grippe. Alles kostenlos, alles ohne Bürokratie, alles direkt dort, wo die Menschen sind. Das ist genau der Punkt: Die Hilfe kommt zu den Bedürftigen – nicht umgekehrt.

Das Team rund um Stephanie Kreuzer, Karen Nägele und Angela Orizzonte zeigt täglich, was gelebte Nächstenliebe bedeutet. Wenn mitten im Einsatz ein Mann mit einer klaffenden, selbst zugefügten Wunde am Arm auf dem Gehweg liegt und Blut bis auf die Straße fließt, zögern sie keine Sekunde. Sofort sind sie vor Ort, koordinieren mit der Polizei und sorgen dafür, dass der Mann stabilisiert wird. Solche Momente machen klar: Diese Arbeit rettet Leben.

Warum ist das Bahnhofsviertel so wichtig?

Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist bundesweit bekannt – als Partyzone, als Hotspot für Kunst und Kulinarik, aber eben auch als Ort, an dem Menschen mit schweren Suchtproblemen auf der Straße leben. Viele von ihnen haben keinen Zugang zu regulärer medizinischer Versorgung – sei es aus Scham, aus Angst oder weil sie keine Krankenversicherung haben. Genau hier setzt der Pflasterlaster an.

Die Johanniter bringen die medizinische Grundversorgung direkt auf den Gehweg. Keine Wartezeiten, keine Formulare, kein Misstrauen. Nur Hilfe. Das ist der Unterschied zwischen einem System, das Menschen ausschließt, und einem Ansatz, der alle mitnimmt – ganz im Sinne des Frankfurter Miteinanders.

Ehrenamt, das wirklich zählt

Was dieses Projekt besonders macht: Es läuft zu einem großen Teil durch Ehrenamtliche. 25 Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen. Die sich nicht wegducken, wenn es ungemütlich wird. Die auch dann noch da sind, wenn die Lage eskaliert und Blut fließt. Das ist Frankfurt at its best – echt, direkt, nahbar.

Der Pflasterlaster zeigt, dass in unserer Stadt nicht nur die Skyline glänzt, sondern auch das Herz schlägt. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Spaltung und soziale Probleme sichtbarer werden, brauchen wir solche Initiativen – und Menschen, die nicht wegsehen.

Wir finden das stark!

Bei Radio Frankfurt halten wir die Augen offen für Geschichten, die Frankfurt wirklich ausmachen. Der Sound der Weltstadt hat viele Facetten – und der Pflasterlaster der Johanniter ist definitiv eine davon. Respekt an alle Ehrenamtlichen, die Woche für Woche rausfahren und Menschen helfen, die es am nötigsten haben. Ihr seid der Grund, warum Frankfurt mehr ist als Banken und Börse.

Wenn ihr mehr über soziale Projekte in Frankfurt erfahren wollt oder selbst helfen möchtet: Schaut euch an, was die Johanniter in unserer Stadt leisten – es lohnt sich.

Quellen

Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:

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