
RB 37 fährt zwischen Gießen und Bad Nauheim jetzt nur noch alle zwei Stunden – die Einschränkungen auf der Main-Weser-Bahn gelten bis Dezember 2026.
Die Lage auf der Main-Weser-Bahn spitzt sich weiter zu – und das mitten im Sommer. Wer täglich zwischen Gießen und Frankfurt mit dem Zug unterwegs ist, muss sich auf massive Einschränkungen einstellen. Die Regionalbahn RB 37 fährt zwischen Gießen und Bad Nauheim jetzt nur noch alle zwei Stunden – statt wie gewohnt im Stundentakt. Das trifft vor allem alle, die auf eine zuverlässige Verbindung in die Mainmetropole angewiesen sind.
Wie wir bereits in einem früheren Beitrag zu den monatelangen Einschränkungen zwischen Gießen und Frankfurt berichtet haben, sind die Probleme auf der Strecke nicht neu. Jetzt gibt es aber konkrete neue Details: Laut aktuellen Informationen gilt der Zwei-Stunden-Takt der RB 37 nur tagsüber. Am frühen Morgen und späten Abend soll der reguläre Stundentakt zumindest teilweise aufrechterhalten werden – ein kleiner Trost für Frühpendler.
Zusätzlich entfallen die sogenannten Verstärkerzüge zwischen Gießen und Friedberg komplett. Diese Züge verkehren normalerweise außerhalb des regulären Fahrplans, um die Strecke zu entlasten – gerade in den Stoßzeiten ein wichtiges Angebot. Und als wäre das nicht genug: Zwischen Butzbach und Gießen halten Regionalbahnen an vier Stationen überhaupt nicht mehr. Wer dort wohnt, steht buchstäblich im Regen.
Der Grund für den reduzierten Betrieb der RB 37 liegt nicht auf der Main-Weser-Bahn selbst, sondern auf einer anderen Strecke: Wegen einer laufenden Streckensanierung – unter anderem auf der Rheinstrecke – kommt es zu einem Domino-Effekt, der auch den RE 30 zwischen Gießen und Frankfurt trifft. Züge fallen dort ebenfalls teilweise aus. Das Muster ist bekannt: Überlappende Bauprojekte in Hessen sorgen immer wieder dafür, dass Pendler auf mehreren Strecken gleichzeitig die Leidtragenden sind.
Die gute Nachricht, wenn man sie so nennen kann: Die Einschränkungen sind zeitlich begrenzt. Aktuell sollen die Änderungen bis zum 12. Dezember 2026 gelten. Danach – so zumindest die Planung – soll wieder Normalzustand herrschen.
Für alle Pendler zwischen der Wetterau und Frankfurt ist die aktuelle Situation eine echte Belastung. Monatelang weniger Züge, keine Halte an vier Stationen, keine Verstärkerzüge – das ist kein kleines Ärgernis, sondern ein echter Einschnitt in den Alltag. Radio Frankfurt bleibt für euch dran und hält euch auf dem Laufenden. Der Sound der Weltstadt informiert – auch wenn es mal nicht rund läuft!






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