Iris Sandhofen ist die neue Ortsvorsteherin von Burg-Gräfenrode – seit 22 Jahren steht sie auf der Theaterbühne und hat jetzt drei große Ziele für Roggau.
Sie kennt Roggau wie ihre Westentasche – und genau das ist ihr größter Antrieb: Iris Sandhofen ist die neue Ortsvorsteherin von Burg-Gräfenrode, dem Karbener Stadtteil, in dem sie aufgewachsen ist. „Ich bin Roggauerin. Hier fühle ich mich wohl, hier bin ich groß geworden“, sagt die 49-Jährige. Auslandsaufenthalte in München und Spanien hat sie hinter sich, das Großstadtleben hat sie aber nie gereizt. Roggau ist und bleibt ihre Heimat.
Vorgänger Karlfred Heidelbach hat das Amt ganze 25 Jahre lang bekleidet – große Schuhe, in die Sandhofen aber gar nicht erst schlüpfen möchte. „Jeder muss seine eigenen machen“, sagt sie klar. Ihr Führungsstil? Teamorientiert, transparent und auf Augenhöhe. „Wäre ich nur auf mich gestellt, wäre das so nicht möglich.“ Frauen seien außerdem lösungsorientierter – und das sagt sie mit einem Lachen. Erste Probleme, die Roggauerinnen und Roggauer an sie herangetragen haben, hat sie schon „ganz fix“ gelöst.
Sandhofen hat klare Ziele für ihre Amtszeit. Drei Großprojekte stehen ganz oben auf ihrer Liste:
Dass in Roggau in den letzten Jahren schon einiges passiert ist, betont Sandhofen ebenfalls: Glasfaserausbau, ein neuer Grillplatz als Rückzugsort für Jugendliche und die Trauerhalle – ein Herzensprojekt ihres Vorgängers – wurden angegangen. „Es waren mehr so kleine Dinge, die ins Gewicht fallen.“
Wer Iris Sandhofen verstehen will, muss wissen: Für sie ist das Miteinander kein leeres Wort. Abends dreht sie gerne eine Runde durch den Ort, nimmt dabei ihre beiden Töchter (12 und 15 Jahre alt) mit und kommt mit den Menschen ins Gespräch. „So bin ich großgeworden, und nun können auch meine Töchter die Menschen zuordnen.“ Vereine unterstützt sie ebenso aktiv – egal ob Feuerwehr, Sportverein oder andere.
Neben dem Ehrenamt hat Sandhofen noch eine ganz besondere Leidenschaft: das Theaterspielen. Seit der Gründung des Roggauer Bauerntheaters steht sie auf der Bühne – das sind inzwischen stolze 22 Jahre! Keine einzige Aufführung hat sie verpasst. Auch Konzerte gehören zu ihren Hobbys, und dabei ist sie wirklich vielseitig: Apache 207, Nico Santos, Ed Sheeran oder die HR4 Schlagernacht – Sandhofen ist für alles offen. Live-Podcasts begeistern sie ebenfalls.
Beruflich ist Sandhofen gelernte Diplom-Betriebswirtin und hat an der IBS in Bad Nauheim studiert. Sie hat in Groß-Karben die Grundschule besucht, die St.-Lioba-Schule in Bad Nauheim und ihr Abitur am Internat in Echzell gemacht. Im familieneigenen Betrieb hat sie gearbeitet, sich nach der Geburt ihrer Töchter und der Elternzeit jedoch für die Tätigkeit als Hausfrau entschieden – auch, um ihre Oma mitpflegen zu können. Im Gegensatz zu vielen anderen Ortsvorstehern ist Sandhofen übrigens kein CDU-Mitglied, sondern ein Wahlvorschlag der CDU.
Roggau hat mit Iris Sandhofen eine Ortsvorsteherin, die nicht nur auf dem Papier für ihre Heimat brennt – sondern auch auf der Bühne, im Ortsbeirat und beim abendlichen Spaziergang durch den Ort. Der Sound der Weltstadt mag woanders sein, aber das Herzstück der Region schlägt auch in kleinen Orten wie Roggau. Jetzt reinhören – und ranhalten, Roggau!


Tschaikowskis Oper „Mazeppa



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