
Hessenderby in der Judo-Bundesliga: Samurai Offenbach empfangen am Samstag den JC Rüsselsheim – mit Finaltraum und Derby-Feeling in der Sportfabrik.
Der Sound der Weltstadt trifft auf Judo-Bundesliga-Feeling – und das mit einem echten Knaller! Am Samstag ab 17 Uhr steigt in der Offenbacher Sportfabrik das Hessenderby der Extraklasse: Der JC Samurai Offenbach empfängt den JC Rüsselsheim. Drei Jahre lang mussten Fans auf dieses Duell warten, und in Offenbach ausgetragen wurde es zuletzt sogar vor vier Jahren – damals endete das Match 7:7. Höchste Zeit also, dass der Rivale wieder in die Sportfabrik kommt!
Die Vorfreude ist riesig – bei Trainer Francesco Liotta, bei den Fans und ganz besonders bei einem Mann, dem dieses Derby näher geht als jedem anderen: Markus Trippel.
Markus Trippel ist gebürtiger Rüsselsheimer und kämpfte bis 2023 für den JC Rüsselsheim – Seite an Seite mit Freunden und seinen Brüdern. Der bekannteste davon ist Eduard Trippel, Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen von Tokio 2020. Als sich Rüsselsheim 2023 aus der Judo-Bundesliga zurückzog – unter anderem fehlte das Geld für Topathleten aus dem Ausland – wechselte Markus nach Offenbach. Seitdem ist er ein echter Samurai.
„Es geht gegen Freunde, mit denen ich mein Leben lang auf und neben der Matte zusammen war. Ich habe mega Lust auf das Derby und einen fairen Kampf“, sagt der 26-Jährige. Beim letzten Derby vor drei Jahren – Samurai gewann damals 9:5 – stand er noch auf der anderen Seite. Jetzt will er mit Offenbach den nächsten Schritt machen.
Nach seinem Saisondebüt im April in Leipzig hatte Trippel allerdings Pech: Ein Muskelbündelriss im Ellbogen warf ihn zurück. Vier Monate Pause – die er genutzt hat, um sich für genau dieses Derby fit zu machen. Jetzt meldet er sich zurück: 100-prozentig fit und heiß auf den Kampftag.
Trippel ist nicht allein. Zum Kern der Bundesligamannschaft gehören langjährige Samurai wie Leon Ehmig, Markus Seiffert und der 19-jährige Adrian Keller. Dazu stoßen bei langen Trainingstagen an Wochenenden weitere Athleten nach Offenbach – zum Beispiel Demetre Makalatiya, der kürzlich den Junior European Cup in Nordmazedonien gewann und im Internat in Nordrhein-Westfalen lebt.
Der Teamgeist stimmt, die Motivation ist auf dem Höchststand. „Samurai hat mich mit offenen Armen aufgenommen. Mich beeindruckt, dass für die Jugend so viel unternommen wird“, sagt Trippel. Die Jungen sind Teil der Kampftage und schnuppern so schon früh Bundesliga-Luft – ein Konzept, das Früchte trägt.
Das Derby ist nicht nur emotional aufgeladen, es hat auch enorm viel sportliche Bedeutung. Samurai Offenbach steht derzeit auf Platz fünf der Bundesliga Süd und hat noch zwei Kämpfe vor sich: Rüsselsheim am Samstag und eine Woche später Speyer. Mit zwei Siegen könnten die Offenbacher ins Final Four der Liga einziehen – und dort entscheidet sich, wer Deutscher Meister wird.
„Wir waren noch nie so nah dran“, sagt Trippel, der die Heimatkulisse als echten Vorteil sieht: „Zuhause sind wir stärker mit unseren Fans im Rücken, die in dieser Halle eine solche Lautstärke entfalten können. Ich habe schon oft erlebt, dass Kämpfe dadurch auf unsere Seite kippen.“
Trainer und Vorsitzender Liotta weiß, was auf sein Team zukommt: „Es geht um alles. Das werden schwere Brocken gegen Rüsselsheim und Speyer. Wir hoffen auf einen Push vom Publikum in jedem einzelnen der 14 Kämpfe am Samstag.“ Rüsselsheim belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz und hat am Samstag seinen letzten Kampftag der Saison – also ebenfalls alles zu verlieren. „Es wäre ein Riesending, wenn wir uns für das Finale qualifizieren würden. Jeder will das Maximum herausholen“, so Liotta.
Samstag, 17 Uhr, Sportfabrik Offenbach: 14 Kämpfe, zwei hessenische Rivalen, ein Traum vom Final Four. Das ist das beste Programm im Main-Gebiet – nicht auf dem Bildschirm, sondern live auf der Matte! Seid dabei, macht Lärm und pusht die Samurai ins Finale. Offenbach, jetzt ist eure Zeit!






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