
Frankfurts Grünflächenamt setzt gefrorene Bakterien ein, um Rebstockweiher und Försterwiesenweiher vor Algen zu retten. Alle neuen Entwicklungen im Überblick!
Der Sommer macht Frankfurts Gewässern zu schaffen – und das Grünflächenamt zieht jetzt alle Register! Seit April läuft ein spannender Versuch am Rebstockweiher und am Försterwiesenweiher: Gefrorene Mikroorganismen sollen die Wasserqualität retten. Klingt verrückt? Ist aber bitterer Ernst – und zeigt, wie kreativ Frankfurt im Kampf gegen den Klimawandel wird!
Bei einem Pressetermin mitten in der Julihitze hat das Grünflächenamt die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand informiert. Das Verfahren ist dabei so simpel wie genial: Den beiden Weihern werden natürlich vorkommende Mikroorganismen in gefrorener Form zugesetzt – ergänzt durch konzentrierten Sauerstoff. Die Idee dahinter ist clever: Die Bakterien fressen den Algen buchstäblich die Nährstoffe weg. Weniger Nährstoffe bedeuten weniger Algenwachstum – und das bedeutet kein Umkippen der Gewässer.
Denn genau das ist die große Gefahr: Wenn die Temperaturen im Sommer konstant hoch bleiben, explodiert die Algenpopulation. Das Wasser kippt, der Sauerstoffgehalt sinkt – und die Ökosysteme leiden massiv darunter. Für Frankfurt, wo Weiher beliebte Erholungsorte für hunderttausende Menschen sind, ist das ein echtes Problem.
Wer in einem früheren Beitrag schon von diesem Pilotprojekt gelesen hat, weiß: Die ersten Ergebnisse waren vielversprechend. Am Rebstockweiher war eine deutliche Reduktion der Algen messbar, und am Försterwiesenweiher wurden keine Blaualgen nachgewiesen – ein echter Erfolg für das natürliche Verfahren mit Nanobubbles und Mikroorganismen.
Jetzt geht Frankfurt den nächsten Schritt: Mit der gezielten Zugabe der gefrorenen Bakterien wird das Verfahren konkretisiert und weiterentwickelt. Die Umwelttechniker:innen und das Grünflächenamt analysieren gemeinsam Proben direkt vor Ort, um die Wirkung genau zu beobachten. Das zeigt: Hier wird nichts dem Zufall überlassen – Frankfurt setzt auf Wissenschaft und Natur gleichzeitig.
Urbane Gewässer sind mehr als nur hübsche Kulisse. Sie sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Erholungsorte für Menschen und wichtige Klimapuffer in einer immer wärmer werdenden Stadt. Wenn Weiher kipppen, verlieren alle – die Natur und die Frankfurter, die dort ihre Mittagspause verbringen oder am Wochenende spazieren gehen.
Das biologische Verfahren hat deshalb so großes Potenzial: Es arbeitet mit der Natur, nicht gegen sie. Keine aggressiven Chemikalien, keine Eingriffe, die das Ökosystem zusätzlich belasten. Nur Mikroorganismen, die genau das tun, was sie von Natur aus können – und das in einem städtischen Kontext, der ihnen sonst selten die Chance dazu gibt.
Das Grünflächenamt beobachtet die Entwicklung an Rebstockweiher und Försterwiesenweiher weiterhin genauestens. Wenn die Ergebnisse auch in den kommenden Wochen und Monaten positiv ausfallen, ist eine Ausweitung auf weitere Frankfurter Gewässer denkbar. Frankfurt könnte damit zum Vorbild für andere Städte werden – beim Sound der Weltstadt gehört eben auch ein gesundes, lebendiges Stadtgrün dazu!
Bleibt gespannt, wie sich die gefrorenen Helfer schlagen – wir halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören und keine News aus dem Main-Gebiet verpassen!






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