
Flughafen Frankfurt warnt vor langen Wartezeiten durch das neue EU-Grenzsystem EES. Alle Tipps, wie ihr entspannt zum Gate kommt und was ihr einplanen solltet.
Frankfurt, wir müssen reden – über euren Flug! Wer in den Herbstferien vom Flughafen Frankfurt aus in den Urlaub startet, sollte deutlich mehr Zeit einplanen als sonst. Grund ist das neue EU-Grenzkontrollsystem EES, das die Ein- und Ausreise von Reisenden aus Nicht-EU-Staaten elektronisch erfasst. Das bedeutet: mehr Kontrollschritte, mehr Aufwand, längere Schlangen.
Ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport erklärte gegenüber touristik-aktuell.de, man setze gemeinsam mit Behörden und Airlines verschiedene Maßnahmen um, um die Abläufe effizient zu gestalten. Trotzdem sei in Spitzenzeiten mit deutlich höheren Wartezeiten zu rechnen. Besonders Reisende aus Nicht-EU-Staaten sollten das bei ihrer Planung berücksichtigen und mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein.
Auch wer aus einem EU-Land, dem europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz kommt beziehungsweise einen deutschen Aufenthaltstitel hat, sollte bei Reisen außerhalb des Schengen-Raums die drei Stunden einplanen. Für eine unkomplizierte Passkontrolle steht diesen Reisenden das automatisierte System „Easy Pass“ zur Verfügung.
Wer gar keine Grenzkontrolle passieren muss, kommt etwas entspannter zum Gate: EU-Passagiere mit Aufgabegepäck sollten laut Fraport rund 2,5 Stunden vorher da sein, reines Handgepäck-Reisen reicht es, etwa zwei Stunden vorher am Terminal zu sein.
Damit der Trip zum Flieger stressfrei bleibt, gibt’s ein paar einfache Tricks: Der Service „Smart Way“ ermöglicht die Buchung von Zeitfenstern für die Sicherheitskontrolle. Online-Check-in und die Self-Service-Automaten fürs Aufgabegepäck sparen zusätzlich Zeit, genauso wie eine frühzeitige Parkplatzreservierung in den Terminal-Parkhäusern. Und ganz wichtig: Alle Airlines, die früher in Terminal 2 saßen, sind mittlerweile komplett ins neue Terminal 3 umgezogen. Also checkt vorher, wo eure Airline überhaupt abfliegt!
Dass die neuen EES-Kontrollen tatsächlich für Chaos sorgen können, zeigte sich bereits im September. Wie die Tagesschau unter Berufung auf hessenschau.de berichtete, kam es am Frankfurter Flughafen zu langen Wartezeiten bei Ein- und Ausreise, weil die Computersysteme des EES-Verfahrens technische Probleme hatten. Ein Sprecher der Bundespolizei am Flughafen bestätigte die Störung. Betroffen waren vor allem Reisende aus Nicht-EU-Staaten, für die das Verfahren gilt.
Nach Angaben der Bundespolizei entspannte sich die Lage im Laufe des Tages wieder, die Zahl der wartenden Passagiere ging spürbar zurück. Laut Tagesschau war zu diesem Zeitpunkt unklar, wie lange die technischen Probleme noch andauern würden – an anderen deutschen Flughäfen sei die Störung offenbar nicht aufgetreten. Die Bundespolizei habe nach Angaben von Fraport alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten und den regulären Betrieb schnellstmöglich wiederherzustellen. Der Flughafen bat Reisende weiterhin darum, mehr Zeit einzuplanen und sich regelmäßig über den aktuellen Stand zu informieren.
Egal ob Sommer- oder Herbstferien: Am Flughafen Frankfurt gilt gerade – lieber zu früh als zu spät! Informiert euch vorab über euer Terminal, nutzt Online-Check-in und Smart Way, und bringt vor allem eins mit: Geduld. So bleibt der Weg in den Urlaub entspannt, auch wenn’s am Airport gerade drunter und drüber geht. Das beste Programm im Main-Gebiet begleitet euch natürlich auch auf dem Weg zum Gate – schaltet einfach ein!






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