
Verdi ruft am 14. August zum Warnstreik im Frankfurter Einzelhandel auf. Kundgebung an der Hauptwache – das sind die Forderungen der Beschäftigten.
Achtung, Frankfurt! Am Freitag, den 14. August, legen Handelsbeschäftigte in Hessen erneut die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Verdi Hessen hat zum Warnstreik aufgerufen – und die zentrale Streikaktion findet mitten in unserer Stadt statt. Für alle, die am Freitag shoppen wollen: Rechnet damit, dass einige Geschäfte geschlossen bleiben oder mit weniger Personal laufen.
Der Protestzug startet gegen 11.30 Uhr am DGB-Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße 69–77. Von dort geht es weiter zur Hauptwache, wo gegen 12.15 Uhr eine große Kundgebung geplant ist. Mitten im Herzen von Frankfurt machen die Beschäftigten auf ihre Forderungen aufmerksam – laut, deutlich und klar.
Der Tarifstreit im Einzel- und Versandhandel steckt seit Monaten fest. Der Grund: Die Arbeitgeber hatten Anfang Juli alle bundesweit vereinbarten Verhandlungstermine einseitig abgesagt. Das hat die Fronten weiter verhärtet. Jetzt sollen die Gespräche ab Mitte August wieder aufgenommen werden. In Hessen ist der nächste Verhandlungstermin auf Montag, den 24. August, angesetzt.
Verdi fordert für die Beschäftigten 250 Euro mehr Lohn sowie 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das Angebot der Arbeitgeber sieht bislang anders aus: 2,4 Prozent mehr im ersten Jahr nach sechs Nullmonaten und weitere 2 Prozent im zweiten Jahr nach weiteren drei Nullmonaten. Für Verdi ist das schlicht nicht genug.
Verdi-Verhandlungsführer Marcel Schäuble findet klare Worte: „Die Beschäftigten im Handel benötigen jetzt ein deutliches und spürbares Plus im Geldbeutel, damit sie ihre laufenden Kosten und ihr Leben finanzieren können. Reallohnverlust und Kaufkraftverlust sind nicht hinnehmbar.“ Und Schäuble macht noch einen weiteren Punkt stark: Auch die Arbeitgeber selbst hätten ein Interesse daran, die Kaufkraft ihrer Belegschaft zu stärken – schließlich seien die Beschäftigten oft selbst Kunden der Unternehmen, für die sie arbeiten.
Bereits am Mittwoch, den 19. August, wird im Tarifgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen weiterverhandelt. Verdi-Verhandlungsführer Schäuble erwartet dort ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite – eines, von dem vor allem untere Einkommensgruppen profitieren sollen. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten.
Für Frankfurt bleibt der 24. August der entscheidende Termin. Bis dahin wollen die Beschäftigten mit Aktionen wie dem heutigen Warnstreik den Druck hochhalten. Der Sound der Weltstadt hallt diesmal auch durch die Streikkundgebungen – Frankfurt zeigt, dass es für faire Löhne einsteht. Bleibt gespannt, wie sich der Tarifstreit entwickelt, und hört rein bei Radio Frankfurt – wir halten euch auf dem Laufenden!






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