
Beim Museumsuferfest 2026 war die DLRG 49 Stunden im Einsatz – mit vier Rettungsbooten auf dem Main.
Rund eine Million Menschen feiern beim Museumsuferfest in Frankfurt – und während ihr zwischen Kunsthandwerk, Bühnen und Gastro flaniert, arbeiten im Hintergrund unzählige Einsatzkräfte auf Hochtouren. Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, lockt das Festival mit handgemachten Hüten, Upcycling-Kunst und leidenschaftlichen Standbetreibern ans Mainufer. Doch jetzt gibt es eine neue Perspektive auf das Fest – und die zeigt, wie viel Einsatz nötig ist, damit so ein Großevent sicher über die Bühne geht.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) war von Freitagmittag bis in die Nacht auf Montag im Einsatz – ganze 49 Stunden am Stück. Mit rund 25 Einsatzkräften und vier Rettungsbooten patroullierten die Helferinnen und Helfer auf dem Main, ausgehend von der Wasserrettungsstation am Untermainkai 5. Dort richteten sie auch eine Unfallhilfsstelle ein, die Besucherinnen und Besucher bei Bedarf aufsuchen konnten.
„Es ist das einsatzreichste Wochenende des ganzen Jahres“, sagt Philipp Hericks, Pressesprecher des Bezirks Frankfurt. Und das Besondere daran: Der gesamte Einsatz lief ehrenamtlich. „Das alles ehrenamtlich – eine krasse Leistung“, so Hericks.
Bis Sonntagmittag verzeichnete die DLRG fünf Wasserrettungseinsätze. Am Samstagabend musste eine Person aus dem Main gezogen werden. Wenn Notarztwagen wegen des Gedränges nicht durchkommen, springen die DLRG-Helferinnen und -Helfer ein: Sie transportieren Patientinnen und Patienten mit dem Boot zu ruhigeren Uferstellen, wo der Notarzt die Übergabe übernimmt.
Neben der DLRG waren auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Feuerwehr, die Polizei, die Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt sowie Sicherheits- und Ordnungsdienste im Einsatz. Mehrmals täglich gab es Lagebesprechungen in der Wasserrettungsstation. Der ASB hatte in der Schweizer Straße am Schaumainkai eine eigene Station mit Rettungswagen und einem Einsatzbus aufgebaut – drei Behandlungsplätze, darunter einer für Intensivpatienten.
Die gute Nachricht: Das Fest verlief überwiegend ruhig. Die Polizei spricht laut Pressestelle von einem „veranstaltungstypischen“ Verlauf – „überwiegend friedlich“. Und die Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Die Anzahl der Einsätze liegt bei allen Organisationen unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“, teilt Ines Philipp, Leiterin der Kommunikation, mit.
Philipp fasst es so zusammen: „Volle Museen, toller Zuspruch für Kunsthandwerk und Verkaufsstände, vielfältige, gut besuchte Gastro, gute Laune an den Bühnen. Wenige und vor allem keine schweren Rettungseinsätze und perfektes Wetter.“ Zum Abschluss des Festes rechnete sie beim Feuerwerk am Sonntagabend nochmals mit vielen Gästen.
Damit das Gelände für alle sicher blieb, hatte die Stadt rund um das Festgeschehen außerdem etwa 50 massive Absperrungen auf den Straßen eingerichtet.
Das Museumsuferfest 2026 zeigt einmal mehr, was Frankfurt kann: Eine Million Menschen, ein riesiges Programm aus Kultur, Kunst und Kulinarik – und ein Sicherheitsnetz, das hält. Hut ab vor allen Ehrenamtlichen, die dieses Wochenende möglich gemacht haben. Das ist der Sound der Weltstadt – auf dem Main und dahinter!


Das MAK Frankfurt zeigt mit „On Display



Das MAK Frankfurt zeigt mit „On Display

Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.