SAIC Motor verlegt seine Deutschlandzentrale nach Neu-Isenburg ins Bürogebäude „The Curve
Gute Neuigkeiten für den Wirtschaftsstandort direkt vor unserer Haustür! Der chinesische Automobilkonzern SAIC Motor – einer der absatzstärksten Autohersteller weltweit mit Hauptsitz in Shanghai – hat seine Deutschlandzentrale nach Neu-Isenburg verlegt. Mitten ins Rhein-Main-Gebiet, direkt in unser Revier. Das ist kein Zufall, sondern eine klare Entscheidung für die Region!
Wer den neuen Firmensitz sucht, findet ihn in der Hugenottenallee – im modernen Bürogebäude „The Curve“. Auf dem Klingelschild steht dabei nicht SAIC, sondern MG: Denn in Deutschland tritt der Konzern unter dieser bekannten Marke auf. MG ist eigentlich eine Traditionsmarke britischer Herkunft, die 2007 von SAIC übernommen wurde. Seit 2021 vertreibt der Hersteller aus Shanghai unter dem MG-Banner Fahrzeuge in Deutschland – zunächst vor allem Elektro- und Hybridautos, mittlerweile zunehmend auch Benziner.
Zuvor war das Deutschland-Geschäft von München aus gesteuert worden. Der Grund: Im Rahmen eines Joint Ventures gab es eine enge Zusammenarbeit mit Audi in Ingolstadt. Diese Phase ist jetzt vorbei – SAIC richtet seinen Blick nach vorne und bündelt seine Aktivitäten künftig gezielt im Rhein-Main-Gebiet.
Steven Shen, Geschäftsführer der SAIC Motor Deutschland GmbH, macht klar, warum die Wahl auf unsere Region gefallen ist: „Für den erfolgreichen Ausbau unserer Geschäfte in Deutschland und Europa bietet der neue Standort perfekte Voraussetzungen hinsichtlich Erreichbarkeit, Internationalität und der Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte.“ Besser könnte man den Sound der Weltstadt kaum beschreiben – Frankfurt und sein Umland ziehen eben die Großen an!
Aktuell sind rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am neuen Standort beschäftigt. Mittelfristig plant SAIC einen weiteren Ausbau. Und die Zahlen geben dem Unternehmen recht: Seit dem Wiedereintritt in den deutschen Markt verzeichnete MG 100.000 Neuzulassungen in Deutschland. Allein im ersten Quartal dieses Jahres wurden mehr als 6.000 Fahrzeuge neu zugelassen – das entspricht einem Wachstum von über zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ende Mai lag der Marktanteil bei einem Prozent.
Die Ansiedlung kam nicht von allein: Das China-Team der regionalen Standortmarketinggesellschaft FrankfurtRheinMain (FRM) sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Neu-Isenburg haben den Prozess aktiv begleitet. Bürgermeister Gene Hagelstein, der auch im FRM-Aufsichtsrat sitzt, sieht darin einen klaren Beweis für die Attraktivität des Standorts: „Unsere Region entwickelt sich sichtbar zu einem Ankerstandort für internationale Automobilhersteller.“
Auch Erster Stadtrat und Stadtkämmerer Stefan Schmitt bewertet die Ansiedlung positiv – auch wenn er bei den konkreten Gewerbesteuer-Einnahmen noch vorsichtig bleibt: „Wir wissen noch nicht, was das für die Gewerbesteuer bedeutet“, sagt er, betont aber gleichzeitig: „Es spricht für unseren Wirtschaftsstandort, Unternehmen mit einem gewissen Markenkern zu haben.“
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