
Das Restaurant Rangoon im Frankfurter Nordend bringt authentische burmesische Küche in die Stadt.
Frankfurt ist eine Weltstadt – und das schmeckt man auch! Doch eine Küche findet man hierzulande wirklich selten: die burmesische. Das Restaurant Rangoon im Nordend macht genau das möglich und bringt authentische Gerichte direkt von den Straßen Myanmars auf euren Teller. Der Sound der Weltstadt klingt manchmal eben auch aus der Küche – und der ist im Rangoon unverkennbar!
Hinter dem Rangoon steckt eine echte Familiengeschichte. Die 30-jährige Hnin Moe Lwin – alle nennen sie Moe – lebt seit ihrem 16. Lebensjahr in Deutschland. Im Restaurant kümmert sie sich ums Service und den Papierkram. Ihr Ehemann Okkar Min ist für das Sushi zuständig und erledigt die Einkäufe. Den absoluten Herzschlag des Restaurants aber gibt Moes Mutter Mar Mar Aung: Sie kocht traditionelle burmesische Küche – und zwar nach ihren eigenen Hausrezepten, ganz ohne Kochausbildung. Viele der Gerichte sind aufwendig in der Zubereitung, wie das burmesische Nationalgericht Mohinga – eine kräftige Fischbrühe, die in mehreren Schritten zubereitet wird.
Der Name des Restaurants ist übrigens Programm: Rangoon bezieht sich auf Rangun, die ehemalige Hauptstadt von Myanmar, aus der die Familie stammt.
Moe ist überzeugt: Das Rangoon ist das einzige Restaurant in Frankfurt, das traditionelle burmesische Küche anbietet. Und diese Überzeugung hat ihren Beweis schon längst gefunden – eine Gruppe ausgewanderter Burmesen reiste extra aus den Niederlanden an, um den Geschmack ihrer Heimat zu genießen. Fast die gesamte Speisekarte wurde dabei bestellt. Wenn das kein Vertrauensbeweis ist!
Damit sich auch Frankfurter ohne Myanmar-Bezug gleich wohlfühlen, haben die drei Sushi auf die Karte gesetzt. Okkar bringt dafür die nötige Erfahrung mit. „Viele Burmesen arbeiten mit Sushi“, erklärt Moe. Eine clevere Kombination, die Neugier weckt und gleichzeitig Vertrautes bietet.
Myanmar ist ethnisch divers – und das spiegelt sich direkt in der Küche wider. Auf der Speisekarte des Rangoon findet ihr Gerichte aus allen Ecken des Landes: kräftige Currys mit indischem Einfluss, chinesische Nudeln – aber immer mit der typisch burmesischen Note. Besonders beliebt bei deutschen Gästen ist das geschmorte Rindfleisch mit Reis. Chinesische Gäste hingegen bevorzugen es etwas weniger würzig.
Ein echter Star der Karte ist der fermentierte Teeblatt-Salat: serviert mit Bohnen, Kohl und Erdnüssen für den Crunch – und verfeinert mit getrockneten Garnelen. Die Auswahl an Salaten ist generell eine der großen Stärken des Rangoon. Auch der hausgemachte frittierte Kichererbsen-Tofu mit Tamarindensauce macht optisch und geschmacklich einiges her.
Die meisten Zutaten besorgt die Familie in Frankfurter Asia-Läden. Bei den fermentierten Teeblättern ist das anders – sie müssen direkt aus Myanmar importiert werden. Ansonsten verzichtet die Familie bewusst auf Importe aus der Heimat, da jeder Export die dortige Militärregierung unterstützen würde.
Die Einrichtung im Rangoon ist schlicht und gemütlich. Die Speisekarte hat Moe selbst gestaltet und mit authentischen Fotos der Gerichte bestückt. Besonderes Highlight: der kleine Innenhof. Wer im Sommer draußen sitzen möchte, sollte unbedingt vorher reservieren – die Plätze sind heiß begehrt!
Vor rund einem Jahr hat sich Moe ihren lang gehegten Traum erfüllt: burmesische Küche in Frankfurt bekannter zu machen. Und das gelingt ihr, Schritt für Schritt. Für alle, die Streetfood lieben und Lust auf etwas Neues haben – das Rangoon im Nordend ist euer nächstes Ziel. Jetzt reinhören… äh, reinschmecken! 🍜


Das MAK Frankfurt zeigt mit „On Display



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