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Burgfestspiele Dreieichenhain: 26.314 Besucher und ein Bass, der in London feststeckte

Die Burgfestspiele Dreieichenhain 2026 zogen 26.314 Besucher an – mit 92 % Auslastung und einer turbulenten Story rund um einen Bass, der in London-Heathrow…

Redaktion
·
14. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Wochen

Ein Sommer voller Highlights – und kleiner Abenteuer

Der Sound der Weltstadt reicht weit – und manchmal sogar bis in eine mittelalterliche Burg! Die Burgfestspiele in Dreieichenhain haben ihren Sommer 2026 mit beeindruckenden Zahlen abgeschlossen: 36 Veranstaltungen, 26.314 Besucher und eine Auslastung von satten 92 Prozent. Das ist echte Festspiel-Magie direkt vor unserer Haustür im Main-Gebiet!

Festspielleiter Benjamin Halberstadt zieht ein ehrliches Fazit: „Das ist etwas weniger als im vergangenen Jahr, da hatten wir einen Spitzenwert mit einer Auslastung von 93,4 Prozent.“ Der leichte Rückgang hatte aber einen konkreten Grund – zwei Konzerte der niederländischen Formation „Legends Remastered“ mussten kurzfristig abgesagt werden. Der Sänger hatte einen Virus erwischt. Laut Programmchefin Maria Ochs geht es ihm mittlerweile wieder gut. Bereits gekaufte Tickets können zurückgegeben werden, ein Nachholen der Konzerte ist aus terminlichen Gründen nicht geplant.

Hitzewelle sorgt für mehr No-Shows

Auch das Wetter spielte eine Rolle: Die Hitzewelle des Sommers hielt manchen Ticketinhaber lieber zuhause. Halberstadt erklärt, dass die sogenannte „No-show-Rate“ – also die Anzahl der Besucher, die trotz Eintrittskarte nicht erscheinen – während der heißen Tage spürbar höher lag als sonst. Besonders bei der Premiere mit Max Mutzke und am ersten Wochenende lag der Wert rund drei Prozent über dem üblichen Schnitt.

Auf den Veranstaltungsablauf selbst hatte die Hitze aber kaum Auswirkungen. Und gesundheitlich blieb es ebenfalls entspannt: „Wir hatten nur einen Einsatz des Rettungsdienstes, allerdings nicht wegen der Temperaturen“, berichtet Halberstadt. Bienenstiche und kleine Kreislaufprobleme – das war es im Wesentlichen. Die Besucher hatten sich mit Fächern und Getränken gut auf die Temperaturen vorbereitet. Chapeau!

Für die nächste Saison wollen die Veranstalter trotzdem nachrüsten. Geprüft wird, wie sich das Klima im Zuschauerraum durch Befeuchtung oder Ventilatoren verbessern lässt – wobei Halberstadt betont: Die Ventilatoren „müssten eher größer sein und langsamer drehen, damit sie nicht so laute Geräusche machen.“

„Varieté unter Sternen“ – der absolute Publikumsmagnet

Wenn es einen klaren Favoriten des Sommers gibt, dann ist es die Eigenproduktion „Varieté unter Sternen“. Das Stück war bereits Monate vor den Aufführungen restlos ausverkauft und wurde fünfmal gespielt. Mehr wird’s aber nicht geben – Halberstadt macht das unmissverständlich klar: „Wir wollen kein reines Varieté-Theater werden und immer noch genug Abwechslung auf die Bühne bringen.“ Mehr als fünf oder sechs Termine pro Spielzeit soll es deshalb nicht geben. Gut so – die Spannung bleibt!

Drama am Flughafen: Bass bleibt in Heathrow

Backstage lief nicht immer alles glatt – und das sorgte für die vielleicht unterhaltsamste Geschichte des Sommers. Beim Auftritt von Sona Jobarteh, einer aus London stammenden Musikerin, die die 21-saitige westafrikanische Harfe Kora spielt, wurde es kurz vor dem Konzert richtig spannend. Ein Teil ihrer Band reiste mit dem Zug aus Paris an, der Rest kam per Flugzeug aus London – beide mit Verspätung. Und als die Musiker am Frankfurter Flughafen abgeholt wurden, fehlte plötzlich das Instrument des Bassisten: Es steckte noch in London-Heathrow fest.

„Zum Glück war es nur der Bass, denn eine solche Harfe bekommt man nicht so schnell organisiert“, sagt Halberstadt mit einem Augenzwinkern. Mit einem Ersatzinstrument konnte der Auftritt dann doch noch rechtzeitig und zur Begeisterung aller stattfinden. Puh – nochmal gut gegangen!

Schon jetzt den Sommer 2027 im Blick

Die nächsten Burgfestspiele in Dreieichenhain sind für den 23. Juni bis 8. August 2027 geplant. Programmchefin Maria Ochs arbeitet bereits fleißig am neuen Line-up. Welche Acts dann auf der Bühne stehen, wird traditionell im November bekanntgegeben – gleichzeitig startet dann auch der Kartenverkauf. Also: Schon mal den Kalender freihalten und die Augen offen halten!

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