Der Frankfurter Büromarkt zieht an, doch KI und Homeoffice sorgen für neue Unsicherheiten. Hier erfährst du, was das für die Skyline bedeutet.
Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt kommt wieder in Bewegung – und das ist eine gute Nachricht für die Skyline unserer Stadt! Doch hinter den neuen Abschlüssen und wachsenden Gesuchen steckt eine spannende Entwicklung, die wir im Main-Gebiet genau im Blick behalten sollten. Denn neben altbekannten Themen wie Homeoffice und Desksharing gesellt sich ein neuer Unsicherheitsfaktor dazu: Künstliche Intelligenz.
Konkret tut sich einiges auf dem Markt: Die Finanzgruppe Oddo-BHF hat sich zuletzt 14.700 Quadratmeter Fläche im Hochhaus Skyper und der angrenzenden Villa gesichert. Dazu kommen laut Maklerhaus BNP Paribas Real Estate ein weiterer Abschluss über 22.000 sowie eine Anmietung von 7.800 Quadratmetern – zu denen das Unternehmen sich aktuell noch nicht öffentlich äußern möchte.
Bei einem Pressegespräch im Senckenbergturm zeigte sich Riza Demirci, Geschäftsführer und Niederlassungsleiter bei BNP Paribas Real Estate, zuversichtlich: Er wies auf 15 aktive Gesuche nach Büroflächen von mindestens 3.000 Quadratmetern im Frankfurter Marktgebiet hin. Trotz einer schwachen ersten Jahreshälfte rechnet er damit, dass 2026 insgesamt mehr als 400.000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet werden.
Doch Demirci macht auch keinen Hehl aus den Unsicherheiten. Neben geopolitischen Faktoren – den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten – ist unklar, wie sich der Bedarf an Arbeitsplätzen künftig entwickeln wird. Homeoffice und Desksharing haben in den vergangenen Jahren bereits dazu geführt, dass viele Unternehmen ihre Flächen reduziert haben. Sie sind etwa vom Stadtrand in kleinere, modernere und zentral gelegene Büros umgezogen – für die sie bereit sind, sehr hohe Mieten zu zahlen. Die Spitzenmiete nähert sich inzwischen der Marke von 60 Euro pro Quadratmeter.
Diese Transformation der Arbeitswelt ist laut Demirci noch lange nicht abgeschlossen. Und jetzt kommt noch ein weiterer Faktor ins Spiel: Künstliche Intelligenz. Durch die Optimierung von Prozessen mittels KI könnte der Arbeitskräftebedarf in Unternehmen sinken – und damit langfristig auch die Nachfrage nach Büroflächen.
Wer in Frankfurt eine Bürofläche vermieten will, merkt: Es kommt stark auf die Lage an. Zentrale Lagen mit modernen Neubauflächen sind heiß begehrt – das Angebot dort ist aber knapp, und ein Großteil der entstehenden Flächen in Neubauprojekten ist bereits vor Fertigstellung vermietet. Ganz anders sieht es am Stadtrand aus. Als Beispiel nannte Demirci den riesigen Komplex „The Squaire“ am Flughafen: Nach dem angekündigten Auszug des Hauptmieters KPMG werde es nicht einfach sein, die Flächen wieder zu füllen. In solchen Fällen kämen etwa Umnutzungen in Frage.
Dazu kommt: Gebaut wird insgesamt wenig. Der Grund dafür liegt unter anderem in den steigenden Anforderungen der Banken bei Finanzierungen. Für ein großes Projekt wie einen Hochhausneubau braucht ein klassischer Projektentwickler laut Demirci inzwischen eine Vorvermietungsquote von 100 Prozent – das bremst neue Vorhaben erheblich aus.
Der Büromarkt in unserer Stadt ist lebendig, aber im Umbruch. Die Skyline wächst nicht mehr so schnell wie früher, und die Frage, wie KI und neue Arbeitsmodelle die Nachfrage nach Büroflächen beeinflussen, wird Frankfurt in den nächsten Jahren beschäftigen. Wir halten euch auf dem Laufenden – denn das ist der Sound der Weltstadt! Jetzt reinhören und keine News verpassen.






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