Frankfurter Gynäkologinnen schlagen Alarm: Geplante Sparkürzungen bedrohen Krebsvorsorge und Schwangerschaftsbetreuung. Am 4.
Eigentlich dient die WhatsApp-Gruppe dem schnellen Austausch über Fälle und Abrechnungsfragen. Doch in den letzten Monaten hat sich der Ton in der Chatgruppe Frankfurter Gynäkologinnen spürbar verändert. Was die Ärztinnen umtreibt: die drohenden Sparkürzungen im Gesundheitswesen – und die Angst, dass vor allem ihre Patientinnen am Ende die Rechnung zahlen.
Jetzt gehen die Medizinerinnen raus aus den Praxen und rein in die Öffentlichkeit. Ihr Ziel: Frankfurterinnen aufklären, bevor Ende des Jahres Fakten geschaffen werden.
„Wir wollten nicht untätig abwarten, bis Ende des Jahres Fakten geschaffen werden“, sagt Gynäkologin Anne Kelzenberg, die für die Gruppe der Ärztinnen spricht. Die genauen Gesetzestexte für das kommende Jahr stehen zwar noch nicht final fest – aber dass bei der Vorsorge der Rotstift angesetzt wird, gilt in der Branche als so gut wie sicher.
Besonders betroffen wären laut Kelzenberg zwei sensible Bereiche: die Krebsfrüherkennung und die Betreuung von Schwangeren. Die Folgen für den Alltag der Patientinnen wären konkret und spürbar:
Was die Ärztinnen besonders besorgt: Die meisten Frauen ahnen im Sprechzimmer bisher nicht, was auf sie zukommt. Genau das wollen die Gynäkologinnen ändern.
Hinter der Initiative steht keine politische Organisation, sondern ein direkter Zusammenschluss von Ärztinnen aus dem Versorgungsalltag. Inhaltlich orientiert sich die Gruppe am Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF).
Am Freitag, den 4. September, von 15 bis 17 Uhr stehen die Medizinerinnen persönlich an sechs Standorten im Frankfurter Stadtgebiet für euch bereit – mit Informationsmaterial, Gesprächsbereitschaft und konkreten Handlungsoptionen. An den Ständen sind unter anderem Anne Kelzenberg, Samira Bouyrakhen, Caius Dragan, Caro Gatzka, Christina Demers und Angelika Tsang vor Ort.
Die Infostände findet ihr hier:
Die Ärztinnen rufen außerdem dazu auf, die Petition des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. zu unterstützen – um den Druck auf die Politik zu erhöhen. Denn klar ist: Wer jetzt schweigt, riskiert, später schlechtere Versorgung hinnehmen zu müssen.
Also: Schnappt euch ein paar Minuten am Freitagnachmittag, schaut an einem der Stände vorbei und informiert euch. Der Sound der Weltstadt Frankfurt ist laut – und das soll er auch in Sachen Gesundheitsversorgung bleiben!






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