
Hessens Flüsse und Bäche sind 60 % unter dem Niedrigwasser-Durchschnitt – mitten im Juli. Was die Dürre für Frankfurt und die Region bedeutet, liest du hier.
Frankfurt, wir müssen reden! Die Hitze der vergangenen Wochen hinterlässt sichtbare Spuren – und zwar direkt vor unserer Haustür. Hessens Flüsse und Bäche kämpfen ums Überleben. Die Gewässer liegen aktuell ganze 60 Prozent unter dem durchschnittlichen Niedrigwasserwert der vergangenen 30 Jahre. Und das Erschreckendste daran: Wir haben erst Mitte Juli. Das ist der Sound der Weltstadt – aber gerade klingt er ziemlich trocken.
Was Experten jetzt schlagen lässt, ist der Zeitpunkt dieser extremen Trockenheit. Franka Nawrath vom Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), die dort die Dürre-AG koordiniert, bringt es auf den Punkt: „Das hatten wir sonst höchstens schon mal im September – wir sind zwei Monate zu früh.“ Das heißt: Wenn sich die Lage so weiterentwickelt wie in vergangenen Dürrejahren, wird es im Hochsommer noch deutlich schlimmer. Regen ist aktuell nicht in Sicht.
Die Konsequenzen sind bereits spürbar. Kommunen in ganz Hessen haben die Wasserentnahme aus Gewässern untersagt. Das betrifft nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch alle, die sonst auf das Wasser aus Bächen oder Flüssen angewiesen sind. Die Behörden reagieren – aber die Natur wartet nicht.
Als wäre das nicht genug, liefert die extreme Dürre noch eine zusätzliche Schreckensmeldung: In der Fulda sind durch den gesunkenen Wasserspiegel Weltkriegsbomben sichtbar geworden. Was jahrzehntelang tief unter der Wasseroberfläche schlummerte, liegt plötzlich frei. Ein drastisches Bild, das zeigt, wie gravierend der Rückgang der Wasserstände wirklich ist.
Der Main als unsere Herzschlagader ist natürlich auch betroffen. Niedrige Wasserstände, eingeschränkte Schifffahrt, weniger Erholung am Ufer – die Folgen der Dürre treffen uns alle direkt. Wer in den letzten Tagen am Mainufer spaziert ist, hat vielleicht schon bemerkt, wie ungewöhnlich der Fluss gerade aussieht. Das beste Programm im Main-Gebiet kommt von uns – aber das beste Wasser braucht dringend Nachschub von oben!
Klar, als einzelne Person kannst du die Dürre nicht stoppen. Aber du kannst bewusster mit Wasser umgehen: Garten nur in den frühen Morgenstunden bewässern, Leitungswasser sparsam nutzen und auf unnötige Wasserverschwendung verzichten. Jeder Tropfen zählt – gerade jetzt, wo unsere Flüsse und Bäche so dringend Hilfe brauchen.
Bleibt informiert, bleibt wachsam – und hört weiter rein bei Radio Frankfurt. Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn sich die Lage verändert. Jetzt reinhören und immer nah dran bleiben an dem, was unser Frankfurt bewegt!






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