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Alarm im Main-Gebiet: Hessens Flüsse und Bäche trocknen aus!

Hessens Flüsse und Bäche sind 60 % unter dem Niedrigwasser-Durchschnitt – mitten im Juli. Was die Dürre für Frankfurt und die Region bedeutet, liest du hier.

Redaktion
·
10. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 23 Stunden

Die Trockenheit trifft uns mitten ins Herz

Frankfurt, wir müssen reden! Die Hitze der vergangenen Wochen hinterlässt sichtbare Spuren – und zwar direkt vor unserer Haustür. Hessens Flüsse und Bäche kämpfen ums Überleben. Die Gewässer liegen aktuell ganze 60 Prozent unter dem durchschnittlichen Niedrigwasserwert der vergangenen 30 Jahre. Und das Erschreckendste daran: Wir haben erst Mitte Juli. Das ist der Sound der Weltstadt – aber gerade klingt er ziemlich trocken.

Zwei Monate zu früh – ein echtes Alarmsignal

Was Experten jetzt schlagen lässt, ist der Zeitpunkt dieser extremen Trockenheit. Franka Nawrath vom Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), die dort die Dürre-AG koordiniert, bringt es auf den Punkt: „Das hatten wir sonst höchstens schon mal im September – wir sind zwei Monate zu früh.“ Das heißt: Wenn sich die Lage so weiterentwickelt wie in vergangenen Dürrejahren, wird es im Hochsommer noch deutlich schlimmer. Regen ist aktuell nicht in Sicht.

Die Konsequenzen sind bereits spürbar. Kommunen in ganz Hessen haben die Wasserentnahme aus Gewässern untersagt. Das betrifft nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch alle, die sonst auf das Wasser aus Bächen oder Flüssen angewiesen sind. Die Behörden reagieren – aber die Natur wartet nicht.

Weltkriegsbomben tauchen aus der Fulda auf

Als wäre das nicht genug, liefert die extreme Dürre noch eine zusätzliche Schreckensmeldung: In der Fulda sind durch den gesunkenen Wasserspiegel Weltkriegsbomben sichtbar geworden. Was jahrzehntelang tief unter der Wasseroberfläche schlummerte, liegt plötzlich frei. Ein drastisches Bild, das zeigt, wie gravierend der Rückgang der Wasserstände wirklich ist.

Was bedeutet das für unser Frankfurt?

Der Main als unsere Herzschlagader ist natürlich auch betroffen. Niedrige Wasserstände, eingeschränkte Schifffahrt, weniger Erholung am Ufer – die Folgen der Dürre treffen uns alle direkt. Wer in den letzten Tagen am Mainufer spaziert ist, hat vielleicht schon bemerkt, wie ungewöhnlich der Fluss gerade aussieht. Das beste Programm im Main-Gebiet kommt von uns – aber das beste Wasser braucht dringend Nachschub von oben!

  • Gewässer in Hessen liegen 60 % unter dem Niedrigwasser-Durchschnitt der letzten 30 Jahre
  • Wasserentnahme aus Gewässern ist in vielen hessischen Kommunen bereits verboten
  • In der Fulda tauchen Weltkriegsbomben durch den extrem niedrigen Wasserstand auf
  • Experten sprechen von einem Zustand, der sonst erst im September auftritt
  • Kein Regen in Sicht – die Lage dürfte sich weiter verschärfen

Was können wir tun?

Klar, als einzelne Person kannst du die Dürre nicht stoppen. Aber du kannst bewusster mit Wasser umgehen: Garten nur in den frühen Morgenstunden bewässern, Leitungswasser sparsam nutzen und auf unnötige Wasserverschwendung verzichten. Jeder Tropfen zählt – gerade jetzt, wo unsere Flüsse und Bäche so dringend Hilfe brauchen.

Bleibt informiert, bleibt wachsam – und hört weiter rein bei Radio Frankfurt. Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn sich die Lage verändert. Jetzt reinhören und immer nah dran bleiben an dem, was unser Frankfurt bewegt!

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