Eichenprozessionsspinner in Nidda: Ihre Brennhaare können tagelangen Juckreiz auslösen. Hier erfahrt ihr, wie ihr euch im Wald schützt und welche Symptome…
Wer gerade einen Ausflug in die Eichenwälder des Forstamtes Nidda plant, sollte unbedingt aufpassen: Der Eichenprozessionsspinner ist wieder aktiv! Die Raupen des unscheinbaren Nachtfalters sind derzeit in ganz Hessen verbreitet – und sie können für euch, eure Kinder und eure Haustiere zur echten Gesundheitsgefahr werden. Das Forstamt Nidda schlägt Alarm und ruft zur Vorsicht auf.
Der Eichenprozessionsspinner besiedelt bevorzugt lichte, gut besonnte Eichenwälder, Waldränder und Alleen. Ursprünglich war er vor allem in den wärmeren Regionen Mitteleuropas zu Hause – doch warme, trockene Winter und steigende Temperaturen infolge des Klimawandels sorgen dafür, dass er sich immer weiter ausbreitet. Auch in Hessen findet er inzwischen beste Lebensbedingungen.
Das eigentliche Problem steckt in den feinen Brennhaaren der Raupen: Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln sie diese charakteristischen Haare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Schon bei leichter Berührung oder durch Wind können sich die Haare lösen, in der Luft verteilen und über mehrere Meter weit getragen werden. Besonders tückisch: Selbst in alten, verlassenen Gespinstnestern bleiben die Haare über Jahre hinweg wirksam und gesundheitsschädlich.
Je nach Kontakt kann es zu ganz unterschiedlichen Symptomen kommen. Forstamtsleiter Marian Krüger bringt es auf den Punkt: „Der harmlose Eindruck der flauschigen Raupen trügt. Schon ein kurzer Kontakt mit den unsichtbaren Brennhaaren kann zu ernsthaften Beschwerden führen.“
Das Forstamt Nidda gibt klare Empfehlungen, wie ihr euch und eure Liebsten schützen könnt. Haltet euch unbedingt daran – es lohnt sich!
Im Wald gilt der Eichenprozessionsspinner als sogenannte „waldtypische Gefahr“ – deshalb erfolgt dort grundsätzlich keine flächendeckende Bekämpfung. Bei hoher Befallsdichte reagiert das Forstamt Nidda aber mit Warnschildern und im Extremfall mit vorübergehenden Wegsperrungen, um euch zu schützen.
Außerhalb des Waldes – etwa in Parks oder an öffentlichen Gebäuden – können kommunale Behörden gezielte Bekämpfungsmaßnahmen veranlassen. Spezialisierte Fachfirmen saugen die Nester dann mechanisch ab. Wichtig: Vom ungeschützten Abflammen der Nester oder vom Fällen befallener Bäume wird ausdrücklich abgeraten. Dadurch werden große Mengen der gefährlichen Haare freigesetzt und unkontrolliert verbreitet.
Ein Ausflug in die Natur rund um Nidda kann wunderschön sein – wenn ihr die Augen offen haltet. Achtet auf Warnschilder, haltet Abstand von Eichen mit Gespinstnestern und zieht euch am besten lange Kleidung an. Dann steht dem Waldspaziergang nichts im Weg. Bleibt gesund – euer Radio Frankfurt!






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