50 Jahre Umweltbildung im Frankfurter Stadtwald: Am 12. September feiert das Stadtwaldhaus sein Jubiläum mit Führungen, Fasanerie und jede Menge…
Frankfurt hat viele Gesichter – und eines davon ist grün, leise und voller Leben. Im Frankfurter Stadtwald dreht sich seit einem halben Jahrhundert alles ums Lernen, Entdecken und Verstehen. Das Stadtwaldhaus und die Fasanerie feiern 2025 ihr 50-jähriges Jubiläum der Umweltbildung – und das zu Recht mit einer ordentlichen Party!
Am Samstag, 12. September, von 12 bis 16 Uhr wird rund um das Informationszentrum Stadtwaldhaus und die Fasanerie gefeiert. Es gibt Führungen, Einblicke in die Tierwelt und natürlich jede Menge Gelegenheit, den Wald so richtig zu erleben. Auch der Waldladen hat an dem Tag von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Also: Rein in die Wanderschuhe und ab in den Stadtwald!
Angefangen hat alles 1976 – damals noch ganz bescheiden in der Fasanerie, die zunächst Fasane und später immer mehr Wildtiere beherbergte. Eine kleine Blockhütte bot erste Infos über den Stadtwald und seine Ökosysteme. Aus dieser Blockhütte wurde schließlich das heutige Stadtwaldhaus – ein Ort, der bis zu 30.000 Menschen im Jahr anzieht und rund 400 Führungen anbietet. Hier kommen Kindergruppen genauso hin wie Erwachsene auf Betriebsausflügen.
Seit Anfang des Jahres leitet Valentin Brandmeier die Fasanerie. Das Stadtwaldhaus selbst wird seit fast vier Jahren von Christina Hintze geführt – einer 42-jährigen Diplom-Biologin, die dem Ort schon lange verbunden ist. Bereits 2003 kam sie als allererste FÖJlerin (Freiwilliges Ökologisches Jahr) ins Stadtwaldhaus. Ihre erste Frage an den damaligen Chef: „Wie alt sind Sie? Wann gehen Sie in Rente?“ – Man darf sagen: Sie hatte einen Plan.
Was macht Umweltbildung heute aus? Christina Hintze bringt es auf den Punkt: „Wir versuchen, dass sie aus Versehen was lernen.“ Kein erhobener Zeigefinger, kein Druck – stattdessen Erlebnispfade, Fühlkästen und eine Weitsprunggrube, an der man sich mit verschiedenen Tierarten messen kann. Wer springt weiter – du oder ein Reh?
Die Philosophie dahinter hat sich über die Jahrzehnte gewandelt. Früher, in den Anfängen der Umweltschutzbildung, wurden Menschen direkt angesprochen: „Du musst das Licht ausmachen!“ Heute setzt das Stadtwaldhaus auf einen anderen Ansatz – Selbstwirksamkeit und aktives Mitgestalten. Es geht darum, gemeinsam Bewusstsein zu schaffen und die Politik dazu zu bringen, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Kindern dabei zu helfen, sich die natürlichen Grundlagen selbst zu erarbeiten – das ist das Ziel.
Und der Stadtwald selbst? Hintze nennt ihn sowohl Erholungsort als auch „Klimamaschine“. Auch wenn die Flugzeuge übers Dach brüllen – das Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür macht das mehr als wett. „Hier drinnen gibt es Informationen, aber hier ist kein Aufenthaltsraum – draußen im Wald ist der Aufenthaltsraum.“ Besser kann man es kaum sagen.
Ob du Natur liebst, Kinder mitbringst oder einfach mal den Stadtwald neu entdecken willst – das Jubiläumsfest am 12. September ist der perfekte Anlass. Von 12 bis 16 Uhr gibt es Führungen, Einblicke in die Fasanerie und einen geöffneten Waldladen. Der Eintritt in den Stadtwald ist wie immer kostenlos – einfach hinfahren und staunen. Mehr Infos findest du auf stadtwaldhaus-frankfurt.de.
Frankfurt, euer Stadtwald wartet – jetzt reinhören, was der Wald so zu erzählen hat. Radio Frankfurt begleitet euch – der Sound der Weltstadt, mitten im Grünen!






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